Pressemappe
Theater bewegt nicht nur auf der BühneFreitag, 30. März '07
FRIEDRICHSHAFEN - Die 23. Theatertage am See setzen Zeichen. Der zweite Spieltag startete gestern mit einer Besonderheit. Das Stück "Paris 1900" brachte deutsch-französische Zusammenarbeit auf die Bühne. Am Abend wurden die mitwirkenden Gruppen begrüßt und Landrat Tann sowie Bürgermeisterin Kaufmann verabschiedet.
Als kurze Zwischenbilanz zeigte sich Jürgen Mack, einer der Organisatoren des Theaterfestivals, das in diesen Tagen in der Bodenseeschule stattfindet, begeistert. "Es gibt keinen Grund zur Sorge", meinte er humorvoll und zeigte sich beeindruckt vom größten Teil der Beiträge internationaler Theatergruppen.
Das Bühnenprogramm startete am Mittwoch bereits mit Höhepunkten des 3. European Theatre Adventure unter dem Titel "Jugendtheaterbegegnung mit Osteuropa".
Die Geschichte lebt
Unter dem Aspekt der europäischen Zusammenarbeit brachten die beiden Theatergruppen "Nellie Nashorn" und Les Hippopotames" gestern eine Eigenproduktion auf die Bühne, in der die deutsche und französische Theatergruppe über die historische Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich erzählten. Humorvolle Szenen von den Olympischen Spielen 1900 in Paris waren umgesetzt in brillianter Mimik, gekonnter Pantomime und durchsetzt mit zweisprachigen Dialogen, die die Absurditäten nationaler Feindschaften auf die Spitze trieben. Immer wieder tauchen Höhepunkte der Theaterkunst auf den Bühnen in der Bodenseeschule St.-Martin auf, immer wieder lohnt sich ein Besuch dieser Theatertage. Die offizielle Begrüßung der teilnehmenden Gruppen fand in diesem Jahr am gestrigen Abend einen besondern Rahmen. Sowohl Bürgermeisterin Margarita Kaufmann wie auch LandratSiegfried Tann wurden in einer Feierstunde verabschiedet, Tann als Ehrenmitglied im Förderverein aufgenommen. Beide haben das Projekt von Beginn an begleitet und unterstützt, Margarita Kaufmann zu Anfang als begeisterte Redakteurin der Schwäbischen Zeitung.
Jürgen Mack und Claudius Beck - letzterer hatte die ursprüngliche Idee zu einem Amateurtheatertreffen, das im ersten Jahr in der Molke stattfand - riefen die Geschichte dieses bedeutenden Festivals noch einmal in Erinnerung. Jährlich kamen mehr Institutionen, Theaterverbände und politische Gremien in den Kreis derer, die dieses Festival schließlich zu dem machten, was es heute ist:von internationalem Ruf, hohem Niveau und mit einem Seminar- und Bühnenprogramm bestückt, das sich in der europäischen Theaterwelt sehen lassen kann.
Hinzu kommen auch heute noch Innovationen und Ideen wie City of Gold, das Theaterprojekt mit den Häfler Hautschülern, oder das European Theatre Adventure, das bereits ins dritte Jahr geht. Die Idee dazu stammte von Jonathan Mack.







