Theatertage am See - Festival des internationalen Amateurtheaters
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Ambition: Techniker improvisieren nichtFreitag, 08. April '11

Kategorie: 2011

Von: Schwäbische Zeitung/ tük

Bei den Theatertagen kümmert sich das 14-köpfige Technikteam um Licht und Ton

Andreas Glatz (rechts) erklärt Konstantin Kaufmann von der Theater AG der Odenwaldschule das Tonpult der Bodenseeschule (Foto: tük)

Friedrichshafen / tük Während für einige Mitarbeiter der Theatertage der Stress mit Beginn des Festivals nachlässt, fängt er für Andreas Glatz und seine Truppe erst an. „Wir haben heute Morgen um 8 Uhr angefangen und es geht bestimmt bis Mitternacht“, sagt der technische Leiter der Theatertage am See. Gerade hat er mit den Verantwortlichen des Spina Theaters Solingen deren Wünsche fürs technische Equipment besprochen. Aufbauen werden sie aber erst Stunden später – für ihren Auftritt am nächsten Morgen um 9 Uhr. Denn noch ist der Theaterzirkus Primero Paso aus Ravensburg im Kleinen Theater zu Gange: Gemeinsam mit den Helfern aus Glatz‘ Team baut die Gruppe ihr Bühnenbild auf, der Techniker der Ravensburger testet die Ausrüstung in der Bodensee-Schule.

Vor Beginn der Theatertage schicken die rund 20 beteiligten Theatergruppen Andreas Glatz eine Wunschliste mit der benötigten Technik: Scheinwerfer, Mikrofone, Nebelmaschine – „Wir versuchen, für die Theatergruppen alles möglich zu machen“, sagt Glatz, der als Lehrer an der Bodensee-Schule bei eigenen Theaterprojekten ebenfalls für die Licht- und Tontechnik verantwortlich ist. Reicht das Equipment der Schule nicht aus, wird der Rest für die Dauer des Festivals gemietet. So benötigt das Spina Theater für ihren Aufbau am Abend schon eine Nebelmaschine, während im benachbarten Manegentheater die Aufführung der Odenwald-Schule läuft – ebenfalls mit Nebelmaschine.

Die Anforderungen der einzelnen Theatergruppen sind ganz unterschiedlich, erzählt er später. Manchen genügt eine ganz einfache Beleuchtung, die meisten mögen es aber gern etwas aufwändiger: „Vielleicht auch, weil sie wissen, dass sie es hier kriegen können“, sagt Glatz. In den allermeisten Fällen habe das auch immer gut geklappt. „Nur ganz selten ist es so knapp geworden, dass wir während der Aufführung noch improvisieren mussten“, erinnert er sich. Der hohe Anspruch der rund 20 Theatergruppen spornt ihn an – Andreas Glatz freut sich, „wenn man sieht, dass der Aufwand groß war, es aber dafür ein schönes Ergebnis gibt.“