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Mit Molière-Stück geht’s losDonnerstag, 07. April '11
Die 27. Theatertage am See starten unter dem Motto „Mundart – Sprachen der Bühne“
FRIEDRICHSHAFEN / lix Spot an für die Theatertage am See. Mit „Vive la comédie“, einer Hommage an Molière, sind die 27. Theatertage am See in der Bodensee-Schule am Mittwoch gestartet. „So international waren wir noch nie vertreten“, freuen sich die Macher vor gut 200 Zuschauern und Laienspielern über „großartiges Theater über Generationen und Sprachgrenzen hinweg“.
Elf Schul- und neun Amateurtheatergruppen treten bis kommenden Sonntag auf zwei Bühnen in der Bodensee-Schule auf – alles in allem 1000 Darsteller, Künstler, Macher und Helfer aus allen Herren Ländern. „Selten waren wir dem Motto so nahe“, sagte Jürgen Mack, Vorsitzender der Theatertage am See. „Mundart – Sprachen der Bühne" heißt die Devise. „Europäisches Amateurtheater in internationalem Gewand“ erwartet die Besucher. „Neun deutsche treffen auf neun ausländische Inszenierungen“, kündigen die Veranstalter an. Gleich zu Beginn gab’s Komödie vom Feinsten. „Molière, sein Leben, seine Stücke, sein Leiden, seine Liebe – eine heiter-tragische Hommage mit Ausschnitten aus seinen Werken“, beschreibt der Veranstalter.
Der Vorhang öffnet sich noch für viele Stücke. Da ist zum Beispiel die Theatergruppe des Mörike-Gymnasiums in Ludwigsburg, die den klassischen Schüleraustausch ganz neu belebt. Mit Schülern ihrer französischen Partnerschule führt sie ein Stück auf – Schüleraustausch der anderen Art. Ganz anders eine Schülergruppe aus Rheinfelden, die mit ihrem Mundarttheater ein Dorf während des Nationalsozialismus nachspielt. Man darf gespannt sein, was es in der Bodensee-Schule bis kommenden Sonntag noch zu sehen und zu erleben gibt. 27 Jahre ist es her, dass sich die ersten Theaterbegeisterten an der Bodensee-Schule trafen, um in Rollen und Gewänder zu schlüpfen. Nein, diese Entwicklung hätten die Macher der Theatertage sich wohl nicht träumen lassen. „Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als dieser Raum 200 Schülern Platz bot, um zu verfolgen, was über einem Bunsenbrenner passiert“, blickte Rektor Gerhard Schöll schmunzelnd zurück. Der Versuch lief schief. Heute bietet der ehemalige Lehrraum für Naturwissenschaften Raum für Kreativität, Spontaneität und Leidenschaft fürs Theater. „Theater ist heute eine Säule der Bildung“, machte Bürgermeister Peter Hauswald bei der Eröffnung klar. Und Theater biete die Chance, sich weiterzuentwickeln.








