Theatertage am See - Festival des internationalen Amateurtheaters
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Theaterinteressierte erleben bei Workshops "Spannung pur"Freitag, 30. Januar '09

Kategorie: 2009

Von: Schwäbische Zeitung

FRIEDRICHSHAFEN (lys) Ein Vierteljahrhundert haben die Theatertage am See bereits "auf dem Buckel". Grund genug, die künftigen mit "Spannung" zu erwarten. So auch der Titel der diesjährigen Aktion.

Vor 25 Jahren begann im recht kleinen Rahmen das, was sich innerhalb weniger Jahre zu einer der größten Veranstaltungen im europäischen Jugend-, Schul- und Amateurtheater entwickelte: die Theatertage am See. Zunächst noch in der Molke, ging es den Begründern, Claudius Beck und Jürgen Mack, um Aufführungen hiesiger Theatergruppen.

Bereits im zweiten Jahr zogen die Theatertage an die Bodensee-Schule St. Martin, und drei Jahre später kamen die ersten Workshops hinzu. Damals waren es noch fünf an der Zahl, heute kann man zwischen 22 verschiedenen Arbeitsgruppen wählen, die die gesamte Bandbreite theaterrelevanter Themen streifen, immer zum jeweiligen Thema. In diesem Jahr ist es die Spannung. "Das ist ein wichtiges Thema in der Theaterwelt", äußert sich Jürgen Mack vom Leitungsteam des Fördervereins Theatertage am See. Die erste Frage, die sich ein Zuschauer oft nach einer Aufführung stelle, sei: "Habe ich mich gelangweilt?" Spannung streift viele Aspekte. Nicht nur den dramatischen Aufbau eines Stückes, sondern auch Bühnenbild, Lichtmittel, Ton und vieles mehr sorgen für den nötigen Spannungsrahmen, damit der Zuschauer "dranbleibt" und Akteure und Inhalt verfolgt. Unterteilt in Workshops für Schüler und Erwachsene, ist wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt worden. Für die Altersklasse der Grundschulkinder bis zur Oberstufe weiterführender Schulen können Kurse in den Bereichen Clownerie, Zirkus, Klanggeschichten, Tanzkurse wie das zur Zeit bei der Jugend angesagte Jump-in in Verbindung mit Stockkampf oder Improvisationstheater belegt werden. Verheißungsvolle Titel wie "Wenn die Schatten länger werden..." oder "Sherlock Holmes, Nick Knatterton und Columbo lassen grüßen", versprechen einen gehörigen Schuss Spannung.

Bekannte und neue Referenten führen durch die Kurse. Pia André wird mit Stockkampf wieder vertreten sein sowie Jorge Aquista und Leija Adjemi, die erstmalig in Kooperation Flamenco und Teatro Tango anbieten werden. Wieder dabei ist Maria Thaler-Neuwirth, die im vergangenen Jahr das Stück "Das Leben und Punkt" des Seniorentheaters aus Brixen, Italien, inszenierte, in denen Senioren das Leben im Altersheim spielten und auf der Bühne lebten. Ein herausragendes Stück, das weder an Dramatik noch an Humor zu wünschen übrig ließ. Einen Regiekurs in Sachen Eigenproduktionen gibt Olek Witt aus Berl

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Zwei Premieren sind vorgesehen

An Aufführungen kann man lernen, ist sich Jochen Wietershofer sicher und vermittelt in seinem Kurs praktische Dramaturgie. Beim Actor Training kommt Bewegung ins Spiel. Rhythmus, Musik, Akrobatik und Aktion mit Bartosz Nowakowski aus Krakau, Polen. Einige von vielen Angeboten, für die zum Teil auch schon Anmeldungen vorliegen.

Zwei Premieren sind vorgesehen. Das Jugendvarietee Kraball, bestehend aus Jugendlichen des Bodenseeraums, zeigt am Rand der Theatertage immer wieder kleine Szenen seines Programms. Ebenfalls neu ist das Ensemble TOB (Theater-Oberschwaben-Bodensee). Am ersten April feiert es im Rahmen der Theatertage mit "Nur ein Spiel" seine Vorpremiere.