Kursprogramm der 34. Theatertage am See - 23. - 25. März 2018

Das Kursprogramm des Festivals ist ein wesentlicher Bestandteil der Theatertage am See.  Das Programm für 2018 ist jetzt hier veröffentlicht.  Insgesamt 19  Wochenendkurse werden angeboten. Bekannte und noch neue Kursleiterinnen und Leiter sind dabei, interessante Themen.  Sieben der Kurse sind für Kinder und Jugendliche geeignet. Die Beschreibungen sind hier im auf der Homepage. Auch das Anmeldeformular ist direkt unter diesem Text.

Hier gleich die Anmeldeformulare und die Übersicht mit Kurztexte zum Runterladen, 6 Seiten in A5.
"Auto" bedeutet es kann am PC direkt ausgefüllt werden. Anmeldungen unter info@theatertageamsee.de    möglich.

Generationsübergreifende Kurse 2018 in der Übersicht  

W1 bis W7

W1 

Vorhang auf und ab in die die Manege!              für Kinder ab 8 Jahren

Andrea Sprenger, Tettnang und ihr Team der Zirkus-Akademie, Friedrichshafen

nur Samstag und Sonntag


W2 

DYNAMIC STICKFIGHTING -  Bewegen und Kämpfen mit Langstock 

Fé André, Freiburg     für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren

nur Samstag und Sonntag


W3

Jonglagekurs           für Kinder ab 12 Jahren

Andrea Sprenger, Tettnang und ihr Team der Zirkus-Akademie, Friedrichshafen

nur Samstag und Sonntag


W4

 „Spiel“ mit dem Feuer (Feuerakrobatik)       für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Micha Wirth und sein Team der ZirkusAkademie & Circus OfFire, Friedrichshafen

nur Samstag und Sonntag


W5

Die Bühne gehört mir: Hip-Hop und Schwarzlichttheater

generationenübergreifend ab 12 Jahren

Esther Bachmann, Hamburg und Maya Hasenbeck , Hanstedt


W6      generationenübergreifend ab 12 Jahren

All inclusive

Performatives Theater für Menschen mit und ohne Behinderungen

Volker Schubert, Tübingen


W7       generationenübergreifend ab 12 Jahren
Masken leben
Spiel & Improvisation mit Masken

Sebastian Kautz, Bremen

Die Wochenendkurse in der Übersicht

W8

Sprachen lernen, lieben, leben... durch Theater –

eine performative Art des (Fremd-)Spracherwerbs

Nadine Saxinger, Amsterdam


W9

Spiel mit den Grenzen! Intensiv-Workshop Körper - Atem - Stimme / Gestaltung

Helga Kröplin, Tübingen


W10

Wenn Mauern sprechen könnten

Ein Erzähltheaterkurs im Schulmuseum in Friedrichshafen

Maria Winter, Ulm


W11

Chorisches Theater – ein besonderes Regiekonzept

Katja Fillmann, Berlin


W12

Theater aus dem hohlen Bauch
Ein Schauspieltraining mit Methoden des Improvisationstheaters
Nicole Erichsen, Bremen


W13

Rein in den Körper, raus mit der Rolle.

Improvisationstheater fortgeschrittene Impro-Spieler

Wibke-Juliana Richter, Ulm


W14

An Aufführungen lernen – ein Kurs praktischer Dramaturgie

Jochen Wietershofer, Karlsruhe


W15

Partizipation und gelingende Beziehungsgestaltung in der Schule

Maike Plath, Berlin


W16

„Tanzmischpult” Methode 

Workshop für das Methoden-Repertoire Tanz und Bewegung

Lior Shneior, Berlin


W17

Body-Acting and Space-Awareness

International ausgeschriebener Kurs in englischer Sprache 

Pim Griens, Breda, Netherlands


W18

Tanz  im Theater oder: Vom Text zur Bewegung
Choreographische Methoden für szenische Gestaltung (auch für "Nicht-Tänzer")

Jana Schmück, Bautzen


W19

Dance - Fight - Grow

Pia André und Michael André-Korbl, Freiburg

W1 Vorhang auf und ab in die die Manege!

Zirkuskurs für Kids ab 8 Jahre

Wer einmal Zirkusluft geschnuppert hat, kann nicht mehr ohne leben. Ob Jongleur oder Akrobat - das gemeinsame Ausprobieren, Lust auf Neues und Spaß haben stehen dabei im Vordergrund. Auf Kugeln balancieren, mit Bällen, Tüchern und Keulen jonglieren, Diabolo, Devel-Stick oder Poi durch die Luft schleudern… selbst in die Luft gehen. Am Trapez, Artistikring oder Vertikaltuch neue circensische Dimensionen entdecken. Wer all seinen Mut zusammen nimmt, kann die Fakirkünste kennenlernen und es wagen, über Glasscherben zu laufen oder aufs Nagelbrett zu liegen. Taucht mit uns ein in eine faszinierende fremde Welt! Ob Neueinsteiger oder Zirkus-Profi… es sind alle willkommen.

Andrea Sprenger, die Leiterin der ZirkusAkademie, und ihr Team werden den Kurs leiten. Siehe auch Infos zur Zirkusakademie
Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W2  DYNAMIC STICKFIGHTING -  Bewegen und Kämpfen mit Langstock 

Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren

Der Langstock ist 1,80 cm lang und hat ganz besondere Eigenschaften. Er bringt uns in die eigene Körpermitte und in dynamische Zwei-Kampfsituationen. Ich zeige euch die Grundtechniken: in Lang- und Mitteldistanz, Hebel, Würfe und Selbstverteidigung… Wir wirbeln und schwingen die Stöcke, dass es nur so knallt und kracht. Im freien Spiel damit trainieren wir Mut, Beat, Faszination, Kreativität und Kraft. Kämpfen wie ein(e) Samurai, Krieger(in), Ritter, Jedi, Amazone, Ninja, Shaolin, Superheld(in)! Naaa, nimmst du die Herausforderung an? Dann komm´ und probier´ es aus.

Fé André, Ausbildung zur Schauspielerin am Theater Karaván (Budapest) und Ausbildung an der Classic Tanzschule Budapest. Seit 2007 hospitiert sie bei Pia André und Michael André-Korbl in Neuem Tanz und Stockkampfkunst.

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W3  Jonglierkurs

für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Jonglieren macht Spaß und ganz nebenbei werden Reaktion, Konzentration und Geschicklichkeit verbessert! Basics für Anfänger, abwechslungsreiche Tricks für Fortgeschrittene, bis hin zur Partnerjonglage - alles ist dabei.

Ihr könnt nach Lust und Laune Bälle, Ringe, Keulen, Diabolo, Devil-Stick, Stab und Hocker ausprobieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Manuel Baus & ZirkusAkademie-Team

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W4  „Spiel“ mit dem Feuer (Feuerakrobatik) 

für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren Die Feuerkunst besitzt eine magische Anziehungskraft. Es wirkt gefährlich. Grenzen des Möglichen und des Fassbaren werden verwischt. Feuerkunst fasziniert, weil sie unmittelbar mit dem Menschen in Kontakt steht, vom Menschen kontrolliert wird, den Menschen aber nicht angreift. In dem Workshop wollen wir auf den Spuren der Gaukler wandeln und auf diesem Wege das Element Feuer kennenlernen. Es gibt Möglichkeiten, Feuer zu kontrollieren und mit ihm zu spielen. Das Ziel des Workshops soll es sein, eine kleine Show zu kreieren, um diese aufzuführen. Elemente des Workshops sind Feuerspucken, Feuerschlucken, Feuerpois und vieles mehr... Da der Kurs vor allem im Freien stattfindet, ist auf entsprechende Kleidung zu achten!

Micha Wirth & ZirkusAkademie-Team

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W5 Die Bühne gehört mir: Hip-Hop und Schwarzlichttheater                         

Generationsübergreifend ab 12 Jahren

Wo stehst du auf der Bühne: auf, vor, überhaupt nicht? Bist du involviert als Produzent, Schauspieler, Tänzer, Regisseur oder gar ein Requisit? Jede Rolle bietet dir wunderbare Chancen,  im Dunkeln der Blackbox das Geschehen auf der Bühne zu verändern.  Dem Produzenten sind zu viele Requisiten auf der Bühne? – Schon sind sie wie von Geisterhand verschwunden. Die Tänzer verblüffen beim Casting, weil sie sich beim Drehen der Pirouette in die Luft erheben und dort verharren, die Requsiten werden lebendig  und greifen ins Geschehen ein. Schwarz gekleidete Menschen im Hintergrund sorgen für diese Effekte, weil sie selbst vor dem schwarzen Hintergrund nicht sichtbar werden. Die Bühne wird mit UV-Licht angestrahlt und so sind nur weiße oder fluoreszierende Farben sichtbar.  Esther Bachmann entwickelt mit euch eine NewStyle-Choreographie und Maya Hasenbeck bringt die Grundtechniken des Schwarzlichttheaters bei und wird mit euch die Rollen, in die ihr schlüpfen möchtet, erforschen. Der Kurs richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene, die ein einigermaßen gutes Rhythmusgefühl haben. Vorerfahrungen mit Schwarzlichttheater sind nicht nötig. Es besteht die Möglichkeit, nur zu tanzen bzw. nur im Schwarzlicht zu spielen, am Samstagnachmittag werden Tanz und Geschichte zu einer Präsentation zusammengeführt.  Bitte Sportkleidung und Sportschuhe sowie schwarze und weiße Kleidung (langärmelige Sweatshirts, Longshirts, T-Shirts oder Jacken, langbeinige Jogginghosen, Gymnastikhosen oder Leggins und Socken) mitbringen. 

Esther Bachmann  ist Theatertänzerin, Motopädin, Bewegungsanalytikerin und Tanzpädagogin mit Fortbildungen bei LISPA, London; Martha Graham School, New York; ODC, San Francisco; Tamalpa: Live-Art, Le Cornu sowie Motopädin und Supervisorin.

Maya Hasenbeck ist Theaterpädagogin mit dem Schwerpunkt Schwarzlichttheater, Autorin und Zauberin. Für mehrere ihrer Zauber-Solo-Programme ist sie mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet worden.

Kurssprache: Deutsch / Englisch


W6  All inclusive Performatives Theater für Menschen mit und ohne Behinderungen

Generationsübergreifend ab 12 Jahren

Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Improvisation mit Masken. Wie erwecken wir eine Maske zum Leben? Wie finden wir spannende, konfliktreiche, komische, anrührende Situationen auf der Bühne, die ohne das gesprochene Wort auskommen? Wie funktionieren Figuren-Beziehungen nur über Körperspannung, Gesten, Blicke? Die Maske ist archaisch, archetypisch und poetisch. Die Maske öffnet mehr als sie verbirgt, und sie kann
Gefühle sehr direkt zeigen. Wenn eine Maske lebendig wird, spielt sie: Ein Erlebnis für Maskenspieler und Zuschauer! Der Widerspruch zwischen starrer Maske und lebendiger Figur bildet die reizvolle Herausforderung, der sich dieTeilnehmerInnen des Workshops stellen - egal, ob neugieriger Laie, sich weiterbildender Mime oder erfahrener
Maskenspieler.  Eine Improvisation, das Aushalten eines Fiaskos, das Kreieren einer Figur beginnt immer wieder bei Null. Die TeilnehmerInnen arbeiten mit den bereitgestellten Masken, beobachten sich gegenseitig, erarbeiten in Kleingruppen unter Anleitung dramatische Situationen. Das spielerische Material wird ständig gezeigt, geändert, verworfen und verbessert. Die TeilnehmerInnen erleben die vielfältigen, bereichernden Möglichkeiten, die eine Maske bietet. Die schnelle körperliche Verwandlung, das pointierte Spiel und das Vertrauen in die Ausdruckskraft der Maske an sich werden aufgezeigt.
Voraussetzung: keine Masken-Erfahrung nötig. Mitzubringen: bequeme Kleidung, festes Schuhwerk; wenn vorhanden, gerne eigene Masken.

Sebastian Kautz ist freischaffender Schauspieler, Regisseur, Puppen- und Maskenspieler (u.a. bei Deutschlandsbekanntestem Maskentheater Familie Flöz). www.sebastiankautz.de

Kurssprachen: Deutsch/Englisch

W7  Masken leben Spiel & Improvisation mit Masken

Generationsübergreifend ab 12 Jahren

Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Improvisation mit Masken. Wie erwecken wir eine Maske zum Leben? Wie finden wir spannende, konfliktreiche, komische, anrührende Situationen auf der Bühne, die ohne das gesprochene Wort auskommen? Wie funktionieren Figuren-Beziehungen nur über Körperspannung, Gesten, Blicke? Die Maske ist archaisch, archetypisch und poetisch. Die Maske öffnet mehr als sie verbirgt, und sie kann
Gefühle sehr direkt zeigen. Wenn eine Maske lebendig wird, spielt sie: Ein Erlebnis für Maskenspieler und Zuschauer! Der Widerspruch zwischen starrer Maske und lebendiger Figur bildet die reizvolle Herausforderung, der sich dieTeilnehmerInnen des Workshops stellen - egal, ob neugieriger Laie, sich weiterbildender Mime oder erfahrener
Maskenspieler.  Eine Improvisation, das Aushalten eines Fiaskos, das Kreieren einer Figur beginnt immer wieder bei Null. Die TeilnehmerInnen arbeiten mit den bereitgestellten Masken, beobachten sich gegenseitig, erarbeiten in Kleingruppen unter Anleitung dramatische Situationen. Das spielerische Material wird ständig gezeigt, geändert, verworfen und verbessert. Die TeilnehmerInnen erleben die vielfältigen, bereichernden Möglichkeiten, die eine Maske bietet. Die schnelle körperliche Verwandlung, das pointierte Spiel und das Vertrauen in die Ausdruckskraft der Maske an sich werden aufgezeigt.
Voraussetzung: keine Masken-Erfahrung nötig. Mitzubringen: bequeme Kleidung, festes Schuhwerk; wenn vorhanden, gerne eigene Masken.

Sebastian Kautz ist freischaffender Schauspieler, Regisseur, Puppen- und Maskenspieler (u.a. bei Deutschlandsbekanntestem Maskentheater Familie Flöz). www.sebastiankautz.de

Kurssprachen: Deutsch/Englisch

Kosten, Uhrzeiten und Anmeldung bitte hier
Direkte Anmeldung möglich unter info@theatertageamsee.de

Mehr Infos zu den Referenten auf den Seiten Referenten A - Z

Kursbeschreibungen und Referenten  W8 - W19

W8  Sprachen lernen, lieben, leben... durch Theater – 

eine performative Art des (Fremd-) Spracherwerbs

Theater ist Sprachhandeln. Sprachhandeln ist die Verknüpfung von Sprache und Aktion. Menschen können nicht nicht-kommunizieren! Wir teilen uns immer mit durch Körpersprache, verbale Signale und unsere eigene Art des Kommunizierens. Theater bietet eine Möglichkeit, Sprache und Handeln zu verbinden. Es verknüpft kognitives, emotionales und physisches Sprachenlernen und fördert dadurch den natürlichen (Fremd-)Spracherwerb. 

Der Workshop richtet sich sowohl an Sprachlehrer als auch an Sprachlerner. Wie kann ich meine Schüler beim Fremd- und Zweitspracherwerb motivierend unterstützen? Wie kann ich Sprache fühlen und Kommunikation leben? In diesem interaktiven Workshop werden dramapädagogische Methoden vorgestellt und direkt ausprobiert, um einen ganzheitlichen Zugang zu Sprache zu ermöglichen und diese zu lernen, zu lieben und letztendlich zu leben.
Nadine Saxinger arbeitet als freie Theaterpädagogin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache u.a. für das Goethe-Institut europaweit. Neben einem wöchentlichen Theatersprachkurs “Deutsch durch Theater” gibt sie regelmäßig Fortbildungen und Workshops für Sprachlehrer und -lerner im In- und Ausland. 

Kurssprache: Deutsch 

W9  Spiel mit den Grenzen! Intensiv-Workshop Körper - 

Atem - Stimme / Gestaltung

Wird unser Körper beweglich und durchlässig, kann die Atmung frei fließen - wichtige Voraussetzung für eine resonante und tragende Stimme; dann sind wir bereit für die Gestaltung von Texten und Liedern: Wir entdecken, wir öffnen uns und wir kennen den nächsten Schritt erst mit dem Tun. Unsere Stimme ist ein Abenteuer. Wir schenken unserem Instrument Stimme ein Wochenende lang unsere ganze Aufmerksamkeit; der Zusammenhang zwischen Körperarbeit und Stimme wird verdeutlicht. Eine teilnehmer-bezogene Vermittlung von Techniken aus verschiedenen Stimm-Schulen ermöglicht Handwerkszeug für die Gestaltung von Texten und Liedern. Wir loten dabei Grenzen aus, spielen damit. Grenzen zwischen Kreativität und Mut, Grenzen zwischen dem Material Text/Lied und unserer Phantasie, Grenzen zwischen uns als Bühnen-DarstellerIn und dem Publikum.

In Einzel- und Partnerarbeit erforschen die Teilnehmer ihr Potential, in der Gruppenarbeit fließt das erforschte mit viel Spaß und Spiel zusammen. Für intensives Arbeiten können die Teilnehmer einen Text (ca. 10 Zeilen) oder/und ein Lied auswendig parat haben, mit dem sie am Wochenende arbeiten wollen (bitte eine Kopie für die Kursleiterin!). Ansonsten sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich.

Bitte bewegungsfreundliche Kleidung tragen und eine Matte und ein Sitzkissen mitbringen!

Helga Kröplin ist Regisseurin, Schauspielerin, Musikerin, Theaterpädagogin (BuT), Persönlichkeitstrainerin.  Bis 2002 fest am Landestheater Tübingen, seither freiberuflich. 

Seit 1996 leitet sie das Generationentheater ZEITSPRUNG am LTT, das 2008 mit „Kontakt-Schleifen“ auf die Deutschen Amateurtheatertage Schwedt/Oder eingeladen war und bereits 2x den Amateurtheaterpreis bei den Theatertagen gewann. 2017 feierte Zeitsprung sein 20jähriges Bestehen. Sie entwickelt seit  25 Jahren ihre eigene Stimmarbeit, die u.a. beeinflusst ist von RoyHart, Grotowski und der FitzmauriceVoiceWork, kontinuierlich weiter.

W10  Wenn Mauern sprechen könnten

Ein Erzähltheaterkurs im Schulmuseum Friedrichshafen

Wenn die Mauern, Bänke, Tische, Tafeln… der Klassenzimmern sprechen könnten, was könnten sie uns erzählen? Was für Geschichten haben sich hier abgespielt? Und was hätte passieren können? Wir arbeiten mit verschiedenen Erzähltechniken und lernen, wie man Geschichten fesselnd aufbaut und spannend macht. Auch werden wir Teile der Geschichten szenisch umsetzen. Was erzählt man und was spielt man? Wie wählt man eine dramaturgische Struktur? Wie kreiert man Spannung? Wo trifft die Erzählkunst das Theater? Am Ende entsteht ein kleines Theaterstück in dem Museum. 

Maria Winter ist Erzählerin und Theaterpädagogin. Studiert hat sie in den Niederlanden, jetzt arbeitet sie als Theaterpädagogin am Schauspiel Stuttgart. Darüber hinaus entwickelt sie freiberuflich verschiedene Theater- und Erzählprojekte. Die Kraft der Fantasie inspiriert sie. Die Fantasie mit der Realität zu verbinden sieht sie als ihre Aufgabe.

Kurssprache: Deutsch / Englisch/ Niederländisch

W11  Chorisches Theater – ein besonderes Regiekonzept

Der Chor- das ist eine vielstimmige, gemeinsam getragene und kollektiv agierende Kraft. Das Chorische Theater hat weit mehr zu bieten als einen Pulk sprechender Menschen! 

Im Bruch mit dem Theater der Protagonisten werden hier Spielformen entwickelt, die gerade für große Gruppen geeignet sind. Jede Spielerin agiert gleichberechtigt im Spiel mit den anderen. Das chorische Theater will in diesem Kurs als Beispiel eines kollektiven Arbeitsprozesses erfahrbar werden, in dem mehrperspektivische Erzählweisen einer vielstimmigen und mehrsprachigen Gruppe auf der Bühne möglich sind. Chorische Spielformen sind für eine nichthierarchische Theaterarbeit ideal: Sie spiegeln und reflektieren sowohl in der Probenarbeit als auch im Dargestellten das Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft. Der Fokus liegt nicht auf herausragenden Einzelleistungen – die überzeugende Gruppenleistung steht im Vordergrund. Chorische Theaterarbeit setzt auf gegenseitige Wahrnehmung der Spielpartner, auf die Bereitschaft, sich zurückzunehmen und sich einzubringen. Dabei geht es nicht um Gleichmacherei. Viel eher geht es um das Ausloten von einem produktiven Umgang mit Unterschieden. Unter den Aspekten Ensemblebildung, Bewegungschor, Bewegung und Sprache sowie den Formen chorischen Sprechens werden Grundlagen des chorischen Theaters erarbeitet. 

Katja Fillmann ist freie Regisseurin und Dozentin für Theaterpraxis. Sie realisierte u.a. recherchebasierte Theater/Performanceprojekte mit Schauspielern bzw. Jugendlichen u.a. für das Junge DT Berlin, Parkaue Berlin, DT-Göttingen, Schauspiel Essen und das Theater Baden-Baden und hat sich etliche Jahre im Bereich Tanz/Choreographie immer wieder fortgebildet. 

W12  Theater aus dem hohlen Bauch 

Ein Schauspieltraining mit Methoden des Improvisationstheaters

mprovisationstheater ist hervorragend geeignet, die in uns schlummernde Kraft der Spontaneität zu wecken. Wer nicht länger nur Zuschauer sein, sondern sich selbst von den "wundersamen Wirkungen" des improvisierten Theaters überzeugen möchte, ist hier richtig. Dieser Workshop liegt im Schnittbereich von Schauspieltraining, Spontanitätsentwicklung und Kreativitätstraining. Ein Hauptfokus liegt auf derVermittlung von Grundhaltungen des Improvisationstheaters und deren Einsatz für Rollenspiele, Monologe und Minidramen. In gezielten, sorgfältig aufeinander aufbauenden Übungen lernen die Teilnehmenden die Bühne als einen Ort derSicherheit und Lebendigkeit zu begreifen, um dann das durch die Improvisation freigesetzte Potenzial gewinnbringend in Szene zu setzen. Alle Konzepte werden in einer positiven und fröhlichen Atmosphäre erklärt, demonstriert und in spielerischer Weise eingeübt. Das Training verbessert den Teamzusammenhalt, erhöht die Kommunikationskompetenz und stärkt die aktive Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden. 

Nicole Erichsen ist freischaffende Schauspielerin und Trainerin für improvisierte Theaterkunst, Kreativität und Spontaneität. Bis zum Sommer 2017 leitete sie eine Bühne für improvisierte Theaterkunst im Norden Deutschlands. Als Künstlerische Leiterin beim IMPROTEHATER KONSTANZ entwickelt sie mit ihrem Ensemble neue Theaterformate ausschließlich auf Basis der Improvisation. Ihr Motto: Man muss mit allem rechnen. Auch mit dem Guten (Gabriel Barylli).

www.impro-konstanz.de

Kurssprache: Deutsch

W13  Rein in den Körper, raus mit der Rolle. 

Improvisationstheater für fortgeschrittene Impro-Spieler

Figuren authentisch auf der Bühne zu präsentieren erfordert mit Mimik, Gestik, Haltung und Stimme unseren vollen Körpereinsatz. Im Impro-Theater heißt es zudem schnell umschalten, in der Kürze der Zeit eine Rolle kennenlernen sowie diese glaubhaft darstellen. Von streng bis total durchgeknallt lieben wir vor allem die Rollen, die Tiefgang haben. Ihre Eigenarten machen sie für uns als Spieler wie auch für die Zuschauer interessant. Um dabei auch noch facettenreich zwischen verschiedenen Charakteren variieren zu können, nehmen wir die Körperarbeit in den Fokus. Je mehr eine Rolle von unserem Körper einnimmt, desto klarer und überzeugender können wir sie darstellen, mit ihr spielen und letzten Endes sie auch mit dem Publikum in Kontakt treten lassen.

Wibke-Juliana Richter ist Schauspielerin und Sängerin sowie Bewegungs- und Sporttherapeutin. Ihre Bühnenkarriere begann sie 2000 als Musical-Darstellerin und Choreographin. Drei Jahre später gründete sie mit den „Showbuddies“ Ulms erstes Impro-Ensemble und ist seitdem als Improvisationsschauspielerin regelmäßig auf verschiedenen Bühnen unterwegs. Seit 2013 ist sie zudem festes Ensemble-Mitglied des Improtheaters „zweifellos“ in Memmingen. Darüber hinaus inszeniert sie Theaterstücke an Schulen, trainiert unterschiedliche Theatergruppen und moderiert zahlreiche Theater- und Literatur-Veranstaltungen. Als Impro- und Firmen-Coach ist sie deutschlandweit unterwegs. wibke@showbuddies.de

Kurssprache: Deutsch

W14  An Aufführungen lernen – ein Kurs praktischer Dramaturgie

An Aufführungen lässt sich eine Menge für die eigene Theaterarbeit lernen. Dieser wendet sich besonders an SpielleiterInnen. Der Kurs besucht einige ausgewählte Aufführungen des Festivals und arbeitet diese intern auf und sucht das Gespräch mit der jeweiligen Gruppe, deren Spielleitung, aber auch der Jury der Theatertage. Bestimmte Momente, Szenen, Bilder, Figuren aus den Inszenierungen werden aufgegriffen und mit theaterpädagogischen und dramaturgischen Methoden vertieft. Die Frage „Was macht gutes Theater aus? “ und die Entwicklung von Kriterien zu deren Beantwortung werden den Kurs begleiten.

Jochen Wietershofer ist Regisseur, Dramaturg und Theaterpädagoge (BuT). Nach langjährigen professionellen Engagements leitet er Theater-Workshops, Fortbildungen und Seminare im In- und Ausland.

Kurssprache: Deutsch

W15  Partizipation und gelingende Beziehungsgestaltung in der Schule  

„Jeder Mensch hat die Fähigkeit, Ideen zu entwickeln und Neues zu denken. Derzeit liegen in unseren Schulen – sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrkräften - zu viele Ideen und Potenziale brach oder werden als Störung wahrgenommen.“ Maike Plath

Die entscheidenden Gelingenskoordinaten für erfolgreiches Lernen sind Beziehungs- gestaltung und Partizipation. Auf diesen beiden Säulen basiert mein Partizipations-Konzept, das ich in jahrelanger Arbeit in der direkten Praxis mit Jugendlichen in Neukölln entwickelt habe. Wie gehen wir mit SchülerInnen  um, die Widerstände im herkömmlichen Unterricht zeigen? Wie setzen wir Lernprozesse in Gang, die Vielfalt als Glücksfall spürbar machen? Mein Konzept setzt auf den partizipativen Theaterunterricht als das wirkmächtigste Bildungsmittel unserer Zeit“. 

I.) Beziehung: Grundkomponenten sind:

  • Eine professionelle Kommunikation der Begegnung (durch die Statuslehre von Keit Johnstone) 
  • Erschaffen eines demokratischen Raumes durch Vermittlung der Prinzipien der Demokratischen Führung
  • Eine innere Haltung des Ermöglichens
  • Die Bestärkung der Autonomie aller Beteiligten

II.) Partizipation:

Grundlage bildet ein Konzept nach dem Prinzip des „Offenen Wissens“ (Open knowledge) durch Fragmentarisierung: Fachwissen wird in kleinstmögliche Einheiten zerlegt und transparent zur Verfügung gestellt, um vielfältige Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die unverzichtbare Grundlage für ein kooperatives, empathisches und produktives Miteinander bildet ein ausgeprägtes Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen. Die Grund-Prinzipien meines Ansatzes ermöglichen gemeinsame Erfahrungen und ermutigen junge Menschen dazu, der zunehmenden Komplexität unserer Welt nicht mit Kontrollzwang, Abgrenzung und Ängsten zu begegnen — sondern mit Neugier, Entdeckerfreude und der Lust, sie individuell und originell zu gestalten. Denn: Wir brauchen junge Menschen, die die zentralen Ressourcen unserer zukünftigen Welt beherrschen: Kommunikation und Kooperation.

Maike Plath, Autorin, Theaterpädagogin und Lehrerin
1996 bis 2013 Theater- und Deutschlehrerin in der Sekundarstufe 1. Realisation von zahlreichen biografischen Theater-Eigenproduktionen an einer Hauptschule in Berlin Neukölln. Entwicklung einer partizipativen, biografischen Methodik, die Jugendliche befähigt, künstlerische und weiterführende Lernprozesse eigenmächtig zu gestalten und ihre Themen öffentlich sichtbar zu machen.2008-2012 Mitarbeit im Vorstand des Bundesverbandes Theater in Schulen (BVTS) 2008-2016 Jurorin für das Theatertreffen der Jugend Berlin (Berliner Festspiele)2014-2017 Konzeption und Durchführung des Weiterbildungsprogramms »LernKünste« für KünstlerInnen und Kulturschaffende (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) in Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin. In zahlreichen Buchpublikationen und durch bundesweite Lehraufträge setzt sie sich für den Theaterunterricht als wirkmächtiges Bildungsmittel ein.
Sie arbeitet heute als künstlerische Leiterin des Theater-Jugendclubs am Heimathafen Neukölln und leitet zusammen mit zwei Kolleginnen den ACT e.V. Berlin.

Youtube Kanal: Maike Plath „Rede mal ordentlich, Frau Plath!“

www.maikeplath.de und www.maikesblog.de

W16  „Tanzmischpult”- Methode   

Workshop für das Methoden-Repertoire Tanz und Bewegung

(Bausteine für den Theater- Unterricht)

Im Juli 2017 ist der Tanz-Methoden-Kasten im Beltz-Verlag von LiorShneior und Maike Plath erschienen. Das “Tanzmischpult” ist ein Set an Karten, das verschiedene Tanzmethoden vorstellt. Dieser Workshop möchte zeigen, wie mit Hilfe dieses Baukastens theaterpädagogisch und künstlerisch gearbeitet werden kann. Er richtet sich an TheaterpädagogInnen, professionelle und Laien-SchauspielerInnen und alle, die Interesse haben mit Tanz und choreographischen Methoden zu experimentieren, auch ohne tänzerische Erfahrung. Als Dozent und Choreograph hat Shneior verschiedene Tanzmethoden erprobt und analysiert und, gemeinsam mit Maike Plath, zu einer theaterpädagogischen Arbeitsmethode weiterentwickelt. In seiner mehrjährigen Lehrtätigkeit konnte er vielfach vermitteln, wie Tanz und Choreographie für die theaterpädagogische Arbeit genutzt werden können. Im Rahmen dieses Workshops soll mit den TeilnehmerInnen erprobt werden, wie sie die Methoden des “Tanzmischpults” in ihrer eigenen Arbeit nutzen können, wobei der Fokus auf der partizipativen Arbeit mit Tanz liegt.

Vorkenntnisse sind nicht notwendig. 

Lior Shneior ist ein deutsch-israelischer Choreograf, Tänzer und Pädagoge.
Shneior ist 1985 in einem Kibbuz in Israel geboren. Seine Tanzausbildung hat er an der Folkwang Hochschule in Essen abgeschlossen und hat danach von 2008 bis 2012 in NYC als Tänzer und Choreograf gearbeitet. Seit 2012 wohnt und arbeitet er in Berlin. Seine Tätigkeit bewegt sich bewusst an der Grenze von künstlerischer und pädagogischer Arbeit.

W17  Body-acting and space-awareness

What is the workshop about: It's about acting with the whole body and about orientation on stage. Many actors has come so used to act with their heads, the mimic of their face and with the mouth following the mind that they forget that they are only using 10 % of their potential. This workshop is about working with the other 90% percent of the body. And working with full stage- (space) potential. O no, don't worry! It is not forbidden to talk or make sounds during the exercises. We're just not going to focus on that. Like I said before, we're going to focus on all the other posibilities of what you as an actor can achieve. Achieve by using your whole body as an actors instrument and focus on all that is around you. Props, objects, people, wether it's really there or wether you as an actor decided it's there. Reality or fiction, once a thing is brought on stage you can not deny it. And also, what is your position on stage, the position of the others, etc.., what does that mean and where should your focus be? How do I work?: Theater is fun, so let's not forget that! And besides, having fun together means a group is bonding and good groupdynamics means higher achievements. So yes, I will use a lot of humor. But I do expect full attention from the particapents when we are at work. And I like to work on a very personal level. With that I mean that all particapents are different, they have different personalities and different qualities as actors. For me as a teacher that means that different actors need different approaches. What works for him, might not work for her and vice versa...

Furthermore, I'm always open for suggestions and feedback. So please feel free. 

In the workshops I will split the days in two. First we will train and then we will play with improvisationscenes in wichparticapants can show what they have learned before. Every participant will get personal feedback from me. 

Pim Griens is a Dutch Stage Director, actor, theatre-pedagogic-teacher, dancer, trainee and coach, highschool teacher, improvisation and artistic teacher… to say shortly - an allrounder. The Theatertage am See, Friedrichshafen, know him since last year. He fascinated us by his wide-spread way of acting and staging  of  "Oud Zweet" of the Dutch group KROV in such an impressing way, that we spontaneously asked him, whether he would be interested in giving a workshop at our festival and enrich our course-programme by an extraordinary coloured new kind of performing techniques.

Kurssprache: Englisch

W18  Tanz  im Theater oder vom Text zur Bewegung 

Choreographische Methoden für szenische Gestaltung

(auch für "Nicht-Tänzer")

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach: Wie kann ich Tanz in Theaterstücke integrieren? In einem Wechsel aus Theorie und Möglichkeiten zum praktischen Ausprobieren werden choreografische Grundlagen und Methoden zur Entwicklung von Bewegungsabläufen und Choreografien entwickelt. Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten, Tanz in einer Inszenierung zu nutzen, z.B. Tanz als Einlage, Tanztheater als Genre, Tanz zur Vermittlung von Subtext, Text als choreografisches Mittel… Diese Methoden können stil- und altersübergreifend genutzt werden. Gerne kann Textmaterial mitgebracht werden, das wir dann exemplarisch umsetzen und besprechen werden. Ziel ist es, dass die Teilnehmer sich  mit einem gefüllten „Methodenkoffer"  ins kreative Ausprobieren stürzen können. 

Jana Schmück, freie Tänzerin/Choreografin/Dipl. Tanzpädagogin

ist gemeinsam mit Anne Dietrich die künstlerische Leitung von TanzART Atelier, einem Zentrum für Tanz, Bewegung & Kunst in Ostsachsen, sowie der prospect.dancecompany. Seit 2008 arbeitet Jana Schmück als choreografische Assistenz mit Dr. Ronit Land. Außerdem ist sie  als  Gastdozentin für Tanzpädagogik & Choreografie u.a. an der Akademie Remscheid, der Universität Bayreuth oder der Theater- & Spielberatung Heidelberg regelmäßig tätig. 2015 war sie Ensemblemitglied bei Landesbühnen Oberfranken und als Choreografin/Regisseurin tätig. 

Kurssprache: Deutsch und Englisch

W19  Dance - Fight - Grow

  • ... ist eine Methode, die Bewegungskunst und persönliches Wachstum verbindet. 
  • ... macht Lust auf Bewegung und Kontakt. 
  • ... stärkt Kraft, Selbstbewusstsein und Gesundheit.
  • ... ist eine Lebenskunst

Auf der Basis von zeitgenössischem Tanz, Contactimprovisation und philippinischer Stock-Kampfkunst entwickeln wir unsere Kreativität, Kommunikation, Beziehungsfähigkeit und Effektivität im Denken und Handeln. Über die Bewegung des Körpers wird der gesamte Mensch, seine Motorik, seine Psyche, sein Denken und Fühlen angesprochen. Tanz und Kampf sind, genau wie Theater, alte, echte menschliche Aktivitäten, die kulturelle Grenzen überwinden und heute aktueller denn je sind. Wir sind was wir sind als Menschen, weil wir Jahrhunderte lang diese Tätigkeiten ausgeübt haben. Sie lassen uns wachsen, uns entwickeln und voranschreiten. Nähe und Distanz, im Leben stehen, sich selbst und Ziele durchsetzen, Umgang mit Stress, flexibel und durchlässig sein, ein klares Gegenüber bieten… sind in unserem heutigen Leben sehr aktuelle Fähigkeiten und wichtige Themen. In einer Atmosphäre von Akzeptanz und Vertrauen bietet Dance - Fight - Grow einen Raum für Selbstentfaltung für jede(n). Spiel, Austausch, im Fluss sein, Lernen lernen, sich fallen lassen, Neugier, Freude und Veränderung zulassen sind Teil des Trainings… Miteinander, Füreinander, Zueinander hin und Voneinander weg… Wir erweitern unsere Komfortzone und finden dabei innere Freiheit und Balance. Die praktische Arbeit besteht aus zwei Teilen.

Der erste Teil ist das technische Bewegungs-, Tanz- und (Stock-)Kampftraining. Ein Grundvokabular in der Bewegung, im Tanz und im Kampf . Drills, Rhythmusspiele und differenzierte Schlagfolgen von fließender Eleganz fördern die Rechts-Links- sowie Augen-Hand-Koordination und bringen uns in unsere Kraft und Aufrichtung. Rollen, Drehungen, Sprünge, Lifts (Hebetechniken)…geben uns Durchlässigkeit und Flexibilität. 

Im zweiten Teil integrieren wir das Bewegte und Geübte. Körperarbeit, Entspannung, Entschleunigung unterstützen uns im Moment wach und klar auch ohne Worte zu kommunizieren. Sich berühren und bewegen lassen, Eintauchen ins Sinnliche, Wahrnehmungsschulung, Miteinander, Zueinander hin, Voneinander weg …. ein Raum voller Ideen, Kreativität, Einzigartigkeit, Bildern und Geschichten entsteht. Was bedeutet es im Moment zu sein? Im Fluss und frei zu sein? Wir führen die Improvisation aus der Beliebigkeit und staunen über das Ergebnis und den Einfluss auf unseren Alltag.

ACHTUNG: Stöcke müssen mitgebracht ODER am Infostand der Theatertage für 15 € gekauft werden!

Pia André ist Tänzerin, Bewegungspädagogin, Choreografin und Trainerin für Kampfkunst. Sie unterrichtet freiberuflich im In- und Ausland Neuen Tanz, Contactimprovisation und verschiedene Kampfkünste. Sie tanzte in internationalen Kompanien und arbeitet zusammen mit Musikern und Schauspielern. www.pia-andre.com  

Michael André-Korbl ist Diplompädagoge und Diplomsportlehrer mit den Schwerpunkten Gymnastik und Tanz (Grundlagen, Afro, Jazz) sowie Rehabilitations- und Behindertensport. Seit vielen Jahren befasst er sich mit Kampfkunst und erforscht in letzter Zeit, angeregt durch den Neuen Tanz, die gemeinsamen Prinzipien und Grundlagen von Tanz und Kampfkunst. 

Kurssprache: Deutsch / Englisch