Kursprogramm der 35. Theatertage am See - 12. - 14. April 2019

Hier ist das Programm von diesem Jahr. Das Programm 2020 wird noch im November veröffentlicht! 

MUT als Motto eines Theaterfestivals? 


Liebe Theaterfreundinnen und Freunde

Theater machen braucht Mut. Sich trauen, sich vertrauen, sich ermutigen auf die Bühne zu gehen und sich mit seinem Spiel anderen zuzumuten, unterschiedlichste Typen darzustellen und sich selbst dabei zu zeigen, das geht nicht ohne Mut. Zuweilen kann das allerdings für das Publikum auch eine Zumutung sein.

Theater kennt noch eine zweite Form des Mutes. Den Mut, unbequem zu sein, gegen den Strom zu schwimmen, Farbe zu bekennen, Themen aufzugreifen, die provozieren, anzuecken, Tabus zu brechen, zu widerstehen. Nicht ohne Grund gehören AutorInnen, RegisseurInnen, SchauspielerInnen zu den ersten, die ihr Land verlassen oder abtauchen müssen, wenn sich die Verhältnisse wegentwickeln vom freiheitlichen Gesellschaftsbild, oder sie erweisen sich als  mutige Vorboten wachsender Freiheiten. Unser Kursprogramm  im Rahmen der 35. Theatertage am See greift beide Aspekte auf vielfältige Weise auf und bietet ein breites Spektrum an Kursen zu vielen Bereichen des Theatermachens an. Wir freuen uns auf euch!

Euer Theatertage-am-See-Team


Das Kursprogramm des Festivals ist ein wesentlicher Bestandteil der Theatertage am See.  Das Programm für 2019 ist  hier veröffentlicht.  Insgesamt 21  Wochenendkurse werden angeboten. Bekannte und noch neue Kursleiterinnen und Leiter sind dabei, interessante Themen.  Sechs der Kurse sind für Kinder und Jugendliche geeignet. Die Beschreibungen sind hier im auf der Homepage. Auch das Anmeldeformular ist direkt unter diesem Text.

Hier gleich die Anmeldeformulare und die Übersicht mit Kurztexte zum Runterladen, 6 Seiten in A5.
"Auto" bedeutet es kann am PC direkt ausgefüllt werden. Anmeldungen unter info@theatertageamsee.de    möglich.

Kurse nur Samstag/Sonntag  

W1 bis W3

W1           für Kinder ab 7 Jahren

Träumen mit Paula…                

Stefanie Ferdinand, Heidelberg 


W2     für Kinder ab 8 Jahren

Vorhang auf und ab in die die Manege!  

Andrea Sprenger,  ZirkusAkademie Friedrichshafen 


W3        für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren

Sticks sakamay- Phillippinische Kampfkunst                                                  

Fé André, Freiburg 

Die Wochenendkurse W4 bis W21 in der Übersicht (Fr Abend bis Sonntag)

W4  generationenübergreifend ab 10 Jahren

Breakdance featuring House                  

Sergej Spiridonov, Weingarten 


W5  generationenübergreifend ab 10 Jahren

Von Licht und Schatten-  Heldengeschichten als Schattentheater

Volker Schubert, Tübingen 


W6  Generationsübergreifend ab 11 Jahren

Magie und Theater - Zauberkunststücke für Theaterszenen     

Maya Hasenbeck, Hanstedt


W7  Beleuchtungs- und Beschallungstechnik im Schul- u. Amateurtheater
Helmut Faißt, rb-ton und licht, Haßlach und Stefan Schmieder


W8 

Edelmut und Übermut – Freimütige Umsetzung von Balladen für Schule und Bühne
Cornelia Thiele, Weimar 


W9

M​otivation im ​U​nterricht mit ​T​heater – 

Unterricht als bewegtes Erlebnis durch Theatermethoden

Nadine Saxinger, Freiburg 


W10

„Glücksgefühl Schreiben“ - Szenisches Schreiben im Schulmuseum

Jürgen von Bülow, Stuttgart


W11

Regie mit Kindern und Jugendlichen

Rob Doornbos, Karlsruhe 


W12

„MUT“ - Clowns gehen aufs Ganze! 

Ann Dargies, Darmstadt  


W13

voLL kReatiV...voLL iNklusiV?

Sonja Ellemunt, Bozen/Italien 


W14

Improtheater: Erste Schritte in die Langform

Roberto Hirche, Konstanz


W15

Neutral and Basic Character Mask

Micheal Woodwood, London/GB


W16

Sex and Drugs and Rock´n Roll - Erotik auf der Bühne

Daniela Burkhardt, Tübingen


W17

Demokratisch führen nach dem Prinzip des „Theatralen Mischpult“ von Maike Plath 

Anna Maria Weber, Berlin


W18

„Tanzmischpult” Methode 

Lior Shneior, Berlin 


W19

Show yourself

Pim Griens, Amsterdam/Niederlande 


W20

Dance-Move-Fly - Zeitgenössischer Tanz und Contact Improvisation

Pia André, Freiburg 


W21

Touch & Flow – Tanz und Courage 

Bewegung - Aktion - Ausdruck – Tanz 

Jorge Aquista, Berlin, Barcelona/Spanien


W1 Träumen mit Paula…   

Für Kinder ab 7

Das Mädchen Paula träumt sich nachts in verschiedene Welten: in eine runde, in eine eckige, in die Welt der roten Töne und auch in eine Kopfstehwelt! Die Bewohner der verschiedenen Welten betrachten Paula skeptisch: „Was will dieses Mädchen hier?  Sie soll genau so sein wie wir!“.  Wie geht die Geschichte weiter? Lässt sich Paula anpassen?

Behauptet sie sich, so wie sie ist? Oder reist sie einfach weiter?

Angelehnt an die Geschichte von Paul Maar „Paulas Reisen“ lassen wir Paula oder Paul und die Figuren in den verschiedenen Welten mit unserem Spiel lebendig werden.

Mitbringen: bequeme Kleidung, Schläppchen und viel Lust zum Spielen!

Stefanie Ferdinand, Erziehungswissenschaftlerin, Theaterpädagogin, Zivilcourage-Trainerin und Clownin. Sie ist seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten und Geschichten unterwegs“. Aktuell ist sie u.a. zusammen mit der Clownin Sigrid Fath als „ DAS CLOWNDUO“ unterwegs.

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W2 Vorhang auf und ab in die die Manege!  

Wer einmal Zirkusluft geschnuppert hat, kann nicht mehr ohne leben. Ob Jongleur oder Akrobat - das gemeinsame Ausprobieren, Lust auf Neues und Spaß haben stehen dabei im Vordergrund. Auf Kugeln balancieren, mit Bällen, Tüchern und Keulen jonglieren, Diabolo, Devel-Stick oder Poi durch die Luft schleudern… selbst in die Luft gehen. Am Trapez, Artistikring oder Vertikaltuch neue circensische Dimensionen entdecken. Wer all seinen Mut zusammen nimmt, kann die Fakirkünste kennenlernen und es wagen, über Glasscherben zu laufen oder aufs Nagelbrett zu liegen. Taucht mit uns ein in eine faszinierende fremde Welt! Ob Neueinsteiger oder Zirkus-Profi… es sind alle willkommen.

Andrea Sprenger, die Leiterin der ZirkusAkademie, und ihr Team werden den Kurs leiten

www.zirkusakademie.de  siehe auch Infos zur ZirkusAkademie

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W3  Sticks sa kamay - Phillippinische Kampfkunst 

für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Superhelden fliegen durch die Nacht. Sie kämpfen für das Gute in der Welt. Lady Bug, Cat Noa, Superwoman und Superman, sie alle stecken in dir. Sticks sa Kamay heißt mit einem oder zwei Stöcken in der Hand mutig in den Kampf zu gehen. Dich dabei selbst zu schützen und unverletzt zu bleiben. Wir lassen die Stöcke  herumwirbeln, dass es nur so kracht, und lernen Kampftechniken und Fähigkeiten wie lautloses bewegen, sich verstecken, zu Boden gehen und abrollen, ausweichen und unberechenbar sein - wie ein Ninja. Wir sind schnell und langsam, ernst und verspielt, wild und sanft, mal akrobatisch und kopfüber und dann wieder mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Reaktionsspiele, Kräftemessen und mal richtig laut sein, stehen auf dem Programm und bringen volle Energie. Du lernst, wie ein Samurai kraftvoll und selbstbewusst in einer gefährlichen, riskanten Situation deine Angst zu überwinden, all deinen Mut zusammenzunehmen und für dich und deine Themen einzustehen. Stop zu sagen, wenn etwas für dich so nicht stimmt. Was ist überhaupt Ritterlichkeit und wie kann ich sie einsetzen? Fair sein und fair kämpfen - alleine, zu zweit oder als Gruppe. Am Ende gibt es eine große Schlachtszene. Und nicht vergessen :-), dich zu trauen, was Neues zu probieren, voranzukommen - das alles braucht Mut. 

Fé André, Ausbildung zur Schauspielerin am Theater Karaván (Budapest) und Ausbildung an der Classic Tanzschule Budapest. Seit 2007 hospitiert sie bei Pia André und Michael André-Korbl in Neuem Tanz und Stockkampfkunst. Sollte sie das nicht mal ändern??? Hab ich mir schon bei den Schulprojekten gedacht…

Dieser Kurs findet nur Samstag und Sonntag statt.

W4  Breakdance featuring House

Generationenübergreifend ab 10 Jahren

Bei dem Workshop handelt es sich um einen Breakdance-Einführungskurs für Anfänger. Breakdance ist umrandet von  einer suburbanen internationalen Hip Hop-Kultur und Gemeinschaft. Unter anderem existieren neben Breakdance Tanzarten mit gemeinsamem geschichtlich-kulturellen Hintergrund wie beispielsweise House Dance. Im Workshop werden auch House-Grundschritte und Basics nahegebracht und ein grober Überblick über die Kultur der Tänze gegeben. Ziel ist, dass jeder Teilnehmer ein Gefühl dafür bekommt, welche Tanzarten es gibt, um sich dadurch von verschiedenen Seiten inspirieren lassen zu können.  

Sergej Spiridonov ist 24 Jahre alt und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Durch einen Tanzschulbesuch im Jahre 2009 ließ er sich von einem Tänzer älterer Generation inspirieren und kam somit zu Breakdance. Mit seiner Tanzgruppe Exnatic Flava reist er von Stadt zu Stadt, nimmt an Wettkämpfen teil und tauscht sich dort mit Gleichgesinnten aus.

Kurssprachen: Deutsch und/oder Englisch

W5 Von Licht und Schatten - Heldengeschichten als Schattentheater                     

Generationsübergreifend ab 10 Jahren

Dass Helden nicht nur Lichtgestalten sind, sondern auch ihre Schattenseiten haben, macht sie umso interessanter. Was wäre da besser geeignet, um ihre Geschichten zu erzählen, als Schattentheater? Ob Gilgamesch oder Odysseus, Dummling oder Zauberfee. Wir zaubern farbenfrohe und magische Momente mit Tageslichtprojektoren, Taschenlampen, mit bunten Filterfolien, Sand, Wasser oder Senfglas, tauchen ein in die vielfältigen Möglichkeiten des Schattentheaters, um unsere Heldengeschichten auf die Leinwand zu bringen.

Volker Schubert ist freier Theaterpädagoge (BuT®). Von 1998 – 2014 arbeitete er als Theaterpädagoge und Dramaturg an Theatern in Nordhausen, Aalen und Tübingen. Heute ist er u.a. Dozent bei der LAG-Theaterpädagogik Baden-Württemberg e.V. und der Theaterakademie Stuttgart.

Kurssprachen: Deutsch und/oder Englisch

W6  Magie und Theater – Zauberkunststücke für Theaterszenen  

Generationsübergreifend ab 11 Jahren

Was hat denn Zauberei mit Mut zu tun? Mutig kann das Gehirn an die Herausforderung gehen und das Trickgeheimnis herausfinden! Keine Angst: Das Gehirn freut sich darauf, Lösungen zu finden und dann mit Fantasie eine Theaterszene zu entwickeln, in die das Zauberkunststück eingepackt werden kann. Ideen gibt es genug: Mord und Totschlag; Macht und Toleranz; Macho und Tussi; Magic und Tragic; Maulwurf und Tatze; Mücke und Tiger; Märchen und Träume; Maya und Teilnehmer… Ihr könnt gerne auch schon Szenenideen mitbringen, ich bin gespannt, welches Zauberkunststück darin verborgen ist.

Maya Hasenbeck ist Theaterpädagogin mit dem Schwerpunkt Schwarzlichttheater, Autorin und Zauberin. Für mehrere ihrer Zauber-Solo-Programme ist sie mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet worden.

W7 Beleuchtungs- und Beschallungstechnik im Schul- u. Amateurtheater

Ein Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene, der sich intensiv mit der Anwendung und Betrieb von modernen Beschallungs- und Beleuchtungsgeräten im Theater beschäftigt. Ein aufwendiger Kurs, in dem Theorie und Praxis gleichermaßen berücksichtigt werden, so dass die Teilnehmer die vermittelten Informationen auch aktiv an Demogeräten ausprobieren können. Schwerpunktthemen sind unter anderem:

  • Anwendungen und Kombinationsmöglichkeiten der Digital- und Analogtechnik
  • Licht und Ton – Digital oder Analog? Einige Fallbeispiele zur praktischen Anwendung
  • Die aktuelle Entwicklung der LED-Scheinwerfertechnik für Innen- und Outdoor
  • Wie integriere ich vorhandene Analogtechnik in ein neues digitales Steuerungskonzept?
  • Planung und Realisierung einer Theaterbeleuchtungsanlage
  • Auswahl der geeigneten Geräte
  • Systemverkabelung
  • Sicherheitsvorkehrungen
  • Beleuchtungsgeräte: Einsatzgebiete verschiedener Scheinwerfertypen Halogen und LED
  • Die richtige Programmierung von Steuerungstechnik und Beleuchtungsgeräten
  • Schutzmaßnahmen beim Betrieb von Bühnenbeleuchtungsanlagen:
  • Stromversorgung / Stromverteilung / Geräteprüfungszyklen / E-Check
  • Perfekte Sprachverständlichkeit bis in die letzte Reihe!
  • Eine technische Herausforderung, der viele Anwender nicht gewachsen sind.
  • Wir geben Hilfestellung zur Umsetzung einer oft schwierigen Aufgabe und zeigen Möglichkeiten, wie man auch bei kritischer Akustik eine gute Übertragung realisieren kann.
  • Funkheadset und/oder Mikrofonabnahme
  • Eine Gegenüberstellung mit Erfahrungswerten aus über 25 Jahren Berufspraxis
  • Medientechnik im Theater – Unverzichtbarer Bestandteil moderner Bühnenproduktionen
  • Aktuelle Informationen zur Versammlungsstättenverordnung.

Stefan Schmider beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Veranstaltungstechnik. Als Fachkraft für Elektro- u. Veranstaltungstechnik (SQ/Q1) ist er in ganz Deutschland für Projekte unterwegs.

Helmut Faisst leitet seit 1984 als selbstständiger Unternehmer die Firma rb-Audio. In seiner über 35-jährigen Tätigkeit in der Theater- und Veranstaltungstechnik entstanden unter seiner Leitung viele Projekte im süddeutschen Raum und in der Kreuzfahrtbranche. 

Kosten, Uhrzeiten und Anmeldung bitte hier
Direkte Anmeldung möglich unter info@theatertageamsee.de

Infos zu den Referenten auf auf den Seiten Referenten A - Z

Kursbeschreibungen und Referenten  W8 - W21

W8 Edelmut und Übermut – Freimütige Umsetzung von Balladen für Schule und Bühne

Einen Kurs mit Balladen anzubieten, ist wahrscheinlich an sich schon mutig. Besteht doch landläufig die Meinung, dass die alten Dichter verstaubt sind und uns mit ihrer pathetischen Sprache heute nichts mehr zu sagen haben. Aber auch wenn in unserem Sprachgebrauch einige Worte nicht mehr vorkommen, so kann die Verssprache doch eine enorme Kraft versprühen. Außerdem sind die Inhalte von Balladen oft so dramatisch, psychologisch und dicht erzählt, dass sie sich durchaus mit einem Thriller messen können. Sie sind spannend und mit vielen Gefühlswechseln sehr gut zu spielen. Ob es darum geht, mutig einen Handschuh aus den Klauen von Raubtieren zu holen und ihn dann der Herzensdame ins Gesicht zu schleudern, für einen goldenen Becher übermütig in tiefe Strudel zu stürzen, für eine Tat grade zu stehen und einen Freund zu retten oder sich für seine Mannschaft zu opfern, … In diesem Kurs wollen wir uns mit der Sprache und den Inhalten von Balladen auseinandersetzen.  Wir wollen frei mit ihnen umgehen und sie mit verschiedenen theatralischen Mitteln darstellen. Übungen und Methoden aus den Bereichen von Pantomime bis Improtheater werden dabei helfen sie zu spielen, zu sprechen, mit Genreswechseln zu versehen und sie so interessant zu gestalten, dass es uns vielleicht gelingt, auch jüngere Zuschauer für sie zu begeistern. Also, habt Mut und werft euch „hinein in die brausende Flut“.
Cornelia Thiele ist seit über 25 Jahren als Schauspielerin, Regisseurin und Workshopleiterin in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Sie inszeniert Theaterstücke mit Kinder- und Jugendgruppen. Sie gestaltet Lehrerweiterbildungen u. a. an Lehrerakademien in Thüringen und Baden-Württemberg und leitet seit vielen Jahren eine VHS-Improtheatergruppe in Weimar. Als freischaffende Schauspielerin ist sie mit dem Gitarristen Thomas Kieck unterwegs. Als KIECK-Theater begeistern sie ihr Publikum mit literarisch-musikalischen Programmen, die zum Nachdenken, aber auch zum Lachen anregen. 

W9  M​otivation im ​U​nterricht mit ​T​heater Unterricht als bewegtes Erlebnis durch Theatermethoden

Mut, neue Wege im eigenen Unterricht zu gehen.
Mut, mit Unterrichtsinhalten spielerisch zu arbeiten.
Schon einmal ein Soziogramm als Standbild durch die Schüler darstellen lassen? Einen
Unterrichtstext improvisierend tanzen und eine Unterrichtsphase mittels eines Klangteppichs reflektieren lassen? Nein? Dann wird‘s Zeit! Theatermethoden als Vehikel um Lernprozesse zu stimulieren, Lerninhalte zu vertiefen und Lernphasen zu reflektieren gewinnt seit den 1980er Jahren vor allem in der Fremdsprachendidaktik an immer größerer Bedeutung. Dass durch die Einbindung theatraler und szenischer Mittel kreatives und problemorientiertes Lernen gefördert und unterstützt wird, beweist „drama in education“ in
verschiedenen Kontexten. Egal, welches Fach. Egal, welche Schülerschaft. Egal, welche Räumlichkeiten. Egal, welche Umstände. Die Integration von theaterpädagogischen Methoden in den Unterricht macht Unterrichtsinhalte erlebbar, motivierend und verständlich. Ziel des Workshops ist es, Methoden aus der Theaterpädagogik, dem
Improvisationstheater und Forumtheater als Mittel zum Zweck tieferer Erschließung, Vertiefung und Reflexion von Lerninhalten kennenzulernen, auszuprobieren und auf eigene Unterrichtsinhalte zu übertragen. Der Workshop richtet sich demnach vor allem an Lehrkräfte, Unterrichtende, Dozierende und Praktizierende aller Fächer, die den Mut und die Neugier haben, neue Methoden auszuprobieren, in den eigenen Unterricht einzubauen und neu zu denken. Traut euch!
Nadine Saxinger arbeitet als freie Theaterpädagogin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache u.a. für das Goethe-Institut europaweit. Neben einem wöchentlichen Theatersprachkurs “Deutsch durch Theater” gibt sie regelmäßig Fortbildungen und Workshops für Sprachlehrer und -lerner im In- und Ausland. 

W10  „Glücksgefühl Schreiben“ Szenisches Schreiben im Schulmuseum Friedrichshafen

Einen Roman, ein Theaterstück oder ein Drehbuch zu schreiben bedeutet für viele ein ungeheures Glücksgefühl – sofern sich der berühmte „Flow“ einstellt. Hilfreich dazu ist ein Handwerkszeug, welches der Art und Weise zu Grunde liegt, wie Menschen sich seit jeher ihre Geschichten erzählen. Konkret bedeutet dies: Wie erschafft man mitreißende, originelle Charaktere? Wie erfindet man Plots, Szenen und Bilder, die der Zuschauer so schnell nicht vergisst? Wie kann ich die vorhandenen Ideen in einen spannenden Plot-Zusammenhang stellen? Was hilft bei einer Schreibblockade? Welche Tricks gibt es, um den kreativen Prozess in Gang zu bringen? Zur besseren Veranschaulichung dienen Beispiele von Kinofilmen sowie Szenen aus ganz unterschiedlichen Theaterstücken. Wer möchte, kann die erarbeiteten Texte der Gruppe vortragen, aber alles ohne Zwang. Kein Teilnehmer muss vorab etwas geschrieben haben oder großartig schreiben können. Mitzubringen ist lediglich eine gute Portion Neugier.

Jürgen von Bülow ist Dozent für Filmdramaturgie an der HVF Ludwigsburg und der Lazi-Akademie. Er schrieb Drehbücher für „Marienhof“, „GZSZ“ und dem „Tigerenten Club“. Er bekam ein Stipendium an der Filmhochschule München, das „LeseLenz“-Stipendium der Stadt Hausach, sowie den „Bundespreis für Kulturelle Bildung“.  Im KOSMOS Verlag erschien seine eigene Jugendbuchreihe „Ich bin’s, Nika!“. Mit „Top Dogs“ wurde er 2016 zu den „Theatertagen am See“ eingeladen. Seine Inszenierungen bekamen „Lamathea“- sowie „amarena“-Nominierungen. Seit 2010 gibt er Schreib- und Regie-Workshops beim LABW und beim VBAT. Bislang hat er über 50 Theaterstücke inszeniert.

W11 Regie mit Kindern und Jugendlichen 

In diesem Workshop vermittelt Rob Doornbos erste Grundlagen der Regiearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Beginnend bei den ersten Proben, wenn alles noch neu ist und jeder sich kennenlernen muss. Dann das „sich auf ein Thema, Text oder anderen Ausgangspunkt der Arbeit einigen“. Schlussendlich das Gestalten einer kreativen, aber auch produktiven Probenzeit, in der Sie als RegisseurIn und Spielleitung die SchauspielerInnen mit dem Material in Verbindung bringen, sodass eine überzeugende Inszenierung auf die Bühne kommt. Schritt für Schritt wird verschiedenes Regiehandwerk erklärt und ausprobiert. Dabei vermittelt Rob Doornbos sowohl kreative als auch strukturelle Konzepte. Ziel des Workshops ist es, Sie mit Handwerkzeugs auzurüsten, das es Ihnen ermöglicht mehr auszuprobieren.  Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene RegisseurInnen/SpielleiterInnen im Bereich Schul- und Amateurtheater geeignet.

Rob Doornbos ist ein niederländischer Theaterpädagoge & Regisseur. Er studierte an der Kunsthochschule ArtEZ in Zwolle. Seit der Spielzeit 2006/2007 führt er zahlreiche Projekte an Stadttheatern, Amateurtheatern und Bildungseinrichtungen in Baden-Würtemberg durch. Er war u.a. am GRIPS Theater Berlin, Werkraum Karlsruhe e.V. und dem Staatstheater Stuttgart. Mit dem Theaterstück »Egohelden« wurde er 2010 mit dem Jugendtheaterpreis der Stadt Karlsruhe ausgezeichnet. 

Kurssprache: Deutsch, Niederländisch, Englisch

www.robdoornbos.eu

W12 „MUT“ - Clowns gehen aufs Ganze! 

„MUT im Tun, MUT zur Pause, MUT zur Stille, MUT im Aufdecken!“ Mut tut gut.

Der Clown wagt einen Schritt und steht plötzlich mitten drin, in der Misere oder im Glück, im Toben der Welt oder im Sturm des Lebens. Clowns wagen nicht selten mutige Schritte, schauen auf die „Ge-Zeiten“ und stellen sich allen Aufgaben. Sie  setzen Fakten in Wort und Tat und Form, mit einem lachenden und weinenden Auge.  Die Liebe zur Welt und zu sich selbst lässt die Figur des Clowns viel wagen und riskieren. In dieser tragikomischen Figur, in dieser Haltung leben Mut und Angst, Neugier und Zurückhaltung, Lachen und Weinen gleichermaßen. Die Arbeit am Clown ist ernsthafte Arbeit, die viel Spaß macht und viel Einsatz verlangt. Das Seminar bietet die Arbeit mit Clownsprinzipien, dem Clownsschauspiel und die Arbeit am eigenen Clown. Das Angebot richtet sich nach dem Stand und Niveau der Teilnehmenden.

Ann Dargies  Schauspiel & Clown - Lehre & Regie Leitung von Theater Transit – und der Schule für Ensembletheater:  

www.theatertransit.de & www.clownsschule-darmstadt.de & www.revolution-ade.de & www.lebenausgestorben.de & www.theatermollerhaus.de.

Ihre künstlerische Heimat ist Theater Transit. Es steht für Brücken schlagen zwischen Menschen, den Kulturen, den Künsten, der Theaterkunst und der Lebenskunst. 


W13  voLL kReatiV...voLL iNklusiV?

Theater mit Menschen mit Beeinträchtigung oder Theater mit Menschen ohne Beeinträchtigung oder beides? Wo liegt der Unterschied… wie kann ich den Körper in Szene setzen… wie den Raum nutzen… woher kommen die Texte… welches Material… was ist das Thema? Diesen und/oder ähnlichen Fragen stellen wir uns in der theatralen Praxis am Beispiel der Projekte "Akzent" der Lebenshilfe und “Theater – voLL kReatiV...voLL iNklusiV” des Südtiroler Theaterverbandes. Inklusives Theater als eine Form der Darstellung von „Das was ist“ befindet sich im Spannungsfeld zwischen Innen und Außen, zwischen Ernsthaftigkeit und vorgeführt werden, zwischen Beschäftigungstherapie und Kunst schaffen. Inklusives Theater ist vor allem eine Haltung in einem schöpferisch-kreativen Prozess. In diesem Kurs gehen wir dem Körper, seiner Beziehung zum Raum und zu den anderen nach, wir machen uns auf die Suche nach dem/den Text/en, versuchen uns in einem gezielten Einsatz von theatralen/ tänzerischen Zugängen, Materialien und geeigneter performativer Mittel und nähern uns einer möglichen Art der Themenfindung. 

Sonja Ellemunt ist freie Theaterpädagogin, studierte inklusive Pädagogik und absolvierte die Ausbildungen in der Theaterpädagogik und Clownerie in Innsbruck, Tanz- und Bewegungspädagogik in Linz und zur dancewell-teacher in Vicenza. Seit 2009 tätig in diversen Projekten und Workshops in Südtirol, Venetien und Österreich. Aktuell arbeitet sie als künstlerische Leiterin und Regisseurin der musical-school in Bruneck und Bozen und der Theatergruppe AKZENT (Lebenshilfe Bruneck) und ist Co-Initiatorin des Projektes "Theater – voLL kReatiV...voLL iNklusiV" (STV).

W14  Improtheater: Erste Schritte in die Langform

Improtheater kennt man oft als kurze und knackige Gameshows. Dass improvisiertes Theater aber auch narrativ und erzähltechnisch dicht sein kann, das erleben wir in diesem Kurs. Geschichten mit einem spannenden Anfang und einem bewegenden Ende - das fasziniert uns, auch wenn es mal kein Happy End gibt. Alles ist möglich, alles kann passieren. Eben das macht eine gute Geschichte aus. Um die ersten Schritte in diese Form des improvisierten Geschichtenerzählens zu machen, schauen wir aus verschiedenen Blickwinkel auf die Geschichte, schärfen unseren Blick für Charaktere und dramaturgische Kniffe. Wir experimentieren mit einer Soap Opera und stürzen uns ohne Drehbuch in das Abenteuer des Geschichtenerzählens, mit dem Mut des Improvisateurs. Denn Langformen sind die Hohe Kunst der Improvisation.

Roberto Hirche spielt Theater seit dem achten Lebensjahr und Improtheater seit 2000. Er ist Geschäftsführer des Improtheaters Konstanz (ITK), das er 2005 gegründet hat. Roberto hat in verschiedenen Ländern Europas, Amerikas und Asiens Impro gespielt und gelehrt und durfte von Größen des Improtheaters lernen wie: Keith Johnstone (CA), Patti Stiles (AU), Shawn Kinley (CA), The Crumbs (CA), La Gata (CO), Roland Trescher (D) u.v.w.

W15 Neutral and Basic Character Mask

Using both neutral and character masks with exercises derived from the Jacques Lecoq school this non-verbal session explores body language and the significance of gesture, action and the power of ‘doing nothing’.  It emphasises how actors can use their body to communicate a narrative and convey deep emotion without relying on verbal and facial expression.  The session also allows the actor to explore the whole body as an acting tool and for directors to appreciate the value of the actor in the empty space. In this practical session participants will get the chance to work both individually and within a group.  This workshop is open to all performers regardless of age or ability and masks will be provided.

At the end of these workshops participants will have:

  • experienced the sensation of performing in a full mask
  • learnt the value of body language and gesture
  • understood the power of the human body in a space
  • explored a range of truthful, emotional and comic physicality’s

Micheal Woodwood lebt in London und arbeitet seit vielen Jahren als Regisseur, Theaterlehrer und Schauspieler. Über viele Jahre unterrichtete er Schauspielstudenten oder leitete Workshops in Litauen, Tschechien, Irland, Holland, Finnland, den USA und England. Dort sorgte auch für eine große Verbreitung des Forum Theaters in Gemeinden, Schulen und weiteren öffentlichen Bereichen. Seit 1995 bis dato leitet er die „Vital Stages Theatre Company“, die professionelle Gruppe des Redbridge Theaters. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Schauspieltraining, Improvisationstheater, Chorisches Theater, Kabuki, Textarbeit, Szenenentwicklung sowie die Arbeit mit Monologen und Dialogen. war er mit seiner Produktion „Journeys“ 2016 bei den Theatertagen am See zu Gast. 

Kurssprache: Englisch

W16 Sex and Drugs and Rock´n Roll - Erotik auf der Bühne

Liebe, Sex und Zärtlichkeit, …küss mich,  …schlag mich, … fast immer und überall geht es auch um die erotische Liebe in all ihren Facetten.  In diesem  Kurs wenden wir uns intensiv dem Thema Erotik zu. Wir werden Techniken und Tricks kennen lernen, um „knackige“ Liebesszenen zu spielen, Körperkontakt-Improvisation nutzen, um in einen sensiblen und einfühlsamen Kontakt mit uns selbst und unserem Partner zu gelangen, und Spiel-Szenen entwickeln, in denen die Luft knistert, ohne überhaupt in Berührung mit dem Partner zu kommen. Dabei die Grenzen zu wahren wird ein wichtiges Thema sein. Wir werden lernen, eigene Grenzen zu spüren, sie klar im Körper auszudrücken und auch verbal zu äußern, sowie die des Partners wahrzunehmen und zu achten.

Daniela Burkhard ist Schauspielerin, Theaterpädagogin, Regisseurin und Dozentin in ihren Fächern. Den entscheidenden Impuls zur Theaterarbeit gab ihr das 1995 absolvierte Tschechow- Studienjahr in Berlin. 1997 absolvierte sie dann ihre reguläre Schauspielausbildung an der Theaterwerkstatt Mainz. Seit 2000 ist sie freischaffend tätig. 

W17  Demokratisch führen nach dem Prinzip des „Theatralen Mischpult“ von Maike Plath  

In diesem Workshop wird am Modell des Theatralen Mischpultes deutlich, wie Partizipation und demokratische Führung konkret funktionieren können. Grundlage bildet das Konzept von Heike Plath zum biografisch-partizipativen Theater. Dieses Konzept beruht auf den konzeptionellen Säulen Beziehungsgestaltung und Partizipation. Es handelt sich hierbei um eine spezifische künstlerische und pädagogische Herangehensweise. Dabei werden die verschiedenen künstlerischen Mittel des Theaters anhand des „Theatralen Mischpultes“ in Form einer „Spielwiese“, einem offenen Lernangebot strukturiert (Partizipation) und eine Kultur gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung etabliert (Beziehungsgestaltung). 

Anna Maria Weber, ACT e.V. Führe Regie über dein Leben! Seit 2015 im Leitungsteam von ACT e.V. für die Bereiche „Kommunikation und Projektmanagement“ und in der theater- und tanzpädagischen Arbeit von ACT tätig. Bis 2015 war sie Lehrerin für Biologie und Geschichte (Sek I und II) und begleitete Schulen im Auftrag des Senats in der Unterrichtsentwicklung (Umgang mit Heterogenität). Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 27 Jahren in schulischen und außerschulischen Kontexten und gibt bundesweit Veranstaltungen zum Konzept von Maike Plath. 

https://www.youtube.com/channel/UCL0TauDsfVA_4cEqZ63n09g

W18 „Tanzmischpult” Methode   (Bausteine für den Tanz und Theater Unterricht)

Das „Tanzmischpult”  ist ein Set an Karten, das verschiedene Tanzmethoden vorstellt („Das Methoden Repertoire Tanz und Bewegung“/ Beltz Verlag).  Dieser Workshop möchte zeigen, wie mit Hilfe dieses Baukastens tanz- und theaterpädagogisch und künstlerisch gearbeitet werden kann. Er richtet sich an Tanz- und TheaterpädagogInnen, professionelle und Laien- TänzerInnen und SchauspielerInnen oder alle, die Interesse haben mit Tanz und choreographischen Methoden zu experimentieren, auch ohne tänzerische Erfahrung.  Vorkenntnisse sind nicht notwendig. 

Lior Shneior ist ein deutsch-israelischer Choreograf, Tänzer und Pädagoge. Shneiorist 1985 in einem Kibbuz in Israel geboren. Seine Tanzausbildung hat er an der Folkwang Hochschule in Essen abgeschlossen und hat danach von2008 bis 2012 in NYC als Tänzer und Choreograf gearbeitet. Seit 2012 wohnt und arbeitet er in Berlin.Seine Tätigkeit bewegt sich bewusst an der Grenze von künstlerischer und pädagogischer Arbeit.

Als Dozent und Choreograph hat Lior Shneior verschiedene Tanzmethoden erprobt und analysiert und, gemeinsam mit Maike Plath, zu einer tanz- und theaterpädagogischen Arbeitsmethode weiterentwickelt. In seiner mehrjährigen Lehrtätigkeit konnte er vielfach vermitteln, wie Tanz und Choreographie für die theaterpädagogische Arbeit genutzt werden können. Im Rahmen dieses Workshops soll mit den TeilnehmerInnen erprobt werden wie sie die Methoden des „Tanzmischpults” in ihrer eigenen Arbeit nutzen können, wobei der Fokus auf der partizipativen Arbeit mit Tanz liegt.

Weitere Info: www.liorshneior.com    https://liorshneior.com/2017/08/22/tanzkasten/

W19  Show yourself

We’re going to work on opening up, show yourself, drop the attention on
yourself, focus on the other, the surroundings, don’t think as you, think like your character would. Just a few examples. First we’re going to lose ‘the masks’ that we’re always wearing as a person in order to ‘put them back on’ so we can play the characters we like. “Dare to be ugly”, was one of the things I taught last year. “Dare to show yourself” I would add to that now.
For if you’re truly free on stage, without worries about whatever, you will
be a far better player then you’ve been before. Don’t try to shine, don’t try to act, just do it…
My style as a teacher is first to create a safe environment to work in. We will laugh a lot, for humour is very important to me. And I work on apersonal base. Everyone has his own qualities and pitfalls so it’s no use to approach everyone in the same way?  Free your mind… and your ass will follow. (George Clinton – Parliament Funkadelic)
Hope you’re brave enough to sign in. Don’t worry, I’ll guide you…

Pim Griens ist Schauspieler, Regisseur und Drama-Teacher aus den Niederlanden. Er beendete sein Studium erfolgreich im Jahre 2009 an der "School of Arts - Fontys Hogeschool Tilburg" als Schauspiel-Lehrer und Regisseur. Seitdem  arbeitet er in diversen Theaterfeldern und hat sich spezialisiert auf Improvisation, Arbeit mit dem Körper und Schauspiel.  Weiterhin hat er eine Vorliebe für Kommunikation, Musik, Tanz und (selbst Schlagzeuger) Rhythmus. 
Kurssprache: Englisch


W20 Dance-Move-Fly Zeitgenössischer Tanz und Contact Improvisation

Den Mut haben,  dich in der Bewegung neu zu (er-)finden, dich als Tänzer und Beweger zu zeigen.  Das Außergewöhnliche wagen in einem intensiven Prozess voller Energie und Lebendigkeit. Wir sind schnell und langsam, ernst und verspielt, wild und sanft, mal akrobatisch und kopfüber und dann wieder mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Die Bewegungen des Partners spüren, ihnen folgen oder als Impuls unmittelbar aufnehmen - experimentieren, Neues riskieren. Balance verlieren, fallen, nah- zu nah, mich zumuten,  kopfüber sein, den Kopf verlieren. Aus der Komfortzone raus und rein ins Risiko! Desorientierung als kreatives Potential. Die praktische Arbeit besteht meistens aus zwei Teilen. Der erste Teil ist das technische Bewegungs- und Tanztraining. Ein Grundvokabular in der Bewegung, im Tanz erlernen und vertiefen. Rollen, Drehungen, Sprünge, Lifts (Hebetechniken), Falls, Jumps... Wir arbeiten an Prinzipien wie sharing weight oder using the momentum… Dadurch entstehen Durchlässigkeit und Flexibilität und du bekommst neue Ausdrucksmöglichkeiten. Im zweiten Teil integrieren wir das Bewegte und Geübte. Experimente, Exploration und Spiele unterstützen uns im Moment wach und klar zu sein. Dich berühren und bewegen lassen,  Eintauchen ins Sinnliche, Wahrnehmungsschulung, ein Raum voller  Kreativität, Einzigartigkeit, Wildheit,  Bildern und Geschichten entsteht. 

Was bedeutet es im Moment zu sein? Nicht zu wissen, was als nächstes kommt, nicht planen oder kontrollieren, über das Ergebnis staunen. Die Gewohnheit hinter mir lassen, den eigenen Flow finden, eine Dringlichkeit und eine Präsenz, die uns fliegen lässt und frei macht. Ziel ist es ein Grundhandwerkzeug für Tanz zu vermitteln, mit dem ihr dann auch in eigenen Gruppen und Klassen weiterarbeiten und experimentieren könnt.

Alle Levels! Die Inhalte sind vielseitig übertragbar, z.B. in die Theaterarbeit oder andere künstlerische, soziale oder therapeutische Kontexte.

Pia André ist Tänzerin, Bewegungspädagogin, Trainerin für Kampfkunst, zeitgenössischen Tanz und Alexandertechnik, Choreografin. Pia studierte zeitgenössischem Tanz und Contactimprovisation und praktiziert diese seit 1984. Seit über 30 Jahren tanzt, lehrt und forscht sie freiberuflich in den unterschiedlichsten Zusammenhängen, u.a. Tanz- und Theaterausbildungen, Tanz- und Theaterfestivals, Kliniken, Lehreraus- und -fortbildungen, Kongressen und Trainings für Führungskräfte in ganz Deutschland und Europa.
Sie wirkt mit in internationalen Tanz- und Theaterkompanien und kooperiert mit Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern. Aus der intensiven Beschäftigung mit den Prinzipien von Tanz, Kampfkunst und Körperarbeit entwickelte sie eine eigene Methode und Bewegungskunst, die den gesamten Menschen (Körper und Geist) einbezieht. Das Konzept Dance - Fight - Grow (Neuer Tanz und Stockkampfkunst) vermittelt sie nun in Seminaren, Projekten, berufsbegleitenden Jahresfortbildungen und seit 2010 in einer eigenen Ausbildung. Sie legt damit die Grundlagen für die berufliche Integration der Methode in die unterschiedlichsten Praxisfelder, z.B. Theater, Pädagogik, Coaching, Therapie, sowie Führung und Management. 

Kurssprache: Deutsch / Englisch

W21 Touch & Flow – Tanz und Courage  Bewegung - Aktion - Ausdruck - Tanz

Um dem Chaos Form zu entlocken, braucht es Mut. Den Mut zur Gestaltung. Die Komfortzone in Theater und Tanz zu verlasen bedeutet, sich in mit Unsicherheiten verbundene Situationen zu begeben. Denn genau dort wird deine Courage gefragt.

Bist du Treibholz oder Schwimmer in deinem Ausdruckfluss? Unbeschadet MUTig durch unterschiedliche Strömungen zu schwimmen, will durch Begreifen mit dem Körper gelernt sein. In diesem Workshop wirst du nicht trocken bleiben. Du wirst mit Leib und Seele in Fluss kommen: mit deinem ganzen Ausdruck und mit deiner ganzen Courage. Die Erfahrungen, die du in “Touch & Flow“ sammeln wirst, lassen sich auf viele Theater- und Tanz-Bereiche übertragen. Deshalb ist dieser Workshop für alle offen, bei denen dieser Ankündigungstext auf Resonanz stößt. Courage ist das Gefühl, das dich in die Lage versetzt, Vernunft, Kontrolle und Berechnung zu überlisten. Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern couragiert mit deinen Ängsten umzugehen. Nur Mut! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Jorge Aquista: „Meine Kunst ist, das was dich bewegt in Bewegung zu bringen. Für mein künstlerisches Schaffen gibt es keine offizielle Bezeichnung. Die Wege führten mal zum Schauspiel, mal zur Regie, mal zur Pädagogik. Dabei habe ich mich immer dem Ausdruckstanz nah gefühlt. Auch wenn manch einer mein Wirken als sehr wohltuend empfinden mag: Ich bin kein Therapeut. Ich bin Künstler. Fakt ist, dass es mir ungeheuren Spaß bereitet, magische Stimmungen entstehen zu lassen. Fakt ist, dass ich es liebe, Menschen Mut zu machen und ihnen ihr kreatives Potenzial erlebbar zu machen.

Fakt ist, dass ich seit über 40 Jahren kreativ mit Menschen arbeite und meine Veranstaltungen große Resonanz haben. Nenne es wie du willst: Bewegung in Flow zu bringen, das ist mein Können.“

Kurssprache: Deutsch / Spanisch