Kursprogramm der Theatertage am See 7. - 9. April 2017  - Kursprogramm 2018 wird voraussichtlich im November 2017 veröffentlicht. 

Das Kursprogramm des Festivals ist ein wesentlicher Bestandteil der Theatertage am See. Das Programm für 2017 ist jetzt hier veröffentlicht.  Insgesamt 21  Wochenendkurse werden angeboten. Bekannte und noch neue Kursleiterinnen und Leiter sind dabei, interessante Themen.  Fünf der Kurse sind für Kinder und Jugendliche geeignet. Die Beschreibungen sind hier im auf der Homepage. Auch das Anmeldeformular ist in der Datei mit dabei.  

Hier ist die Übersicht auf drei Seiten zum runterladen:

„Theater mit Migranten und Geflüchteten“

Der Kurs wendet sich an Helferinnen und Helfer, die mit Migranten arbeiten. Dazu gibt es ein eigenes Inforblatt. Der Text ist auch unter  W21 zu finden. Die Anmeldung kann über die üblichen Anmeldeformulare erfolgen. Der Kurs ist für den Helferkreis kostenlos!

Generationsübergreifende Kurse in der Übersicht

W1
Vorhang auf und ab in die die Manege!                            Zirkuskurs für Kids ab 8 Jahre
Andrea Sprenger, Tettnang
und ihr Team der Zirkus-Akademie

W2
Huch? Wo? Weg damit! Grenzen lose – Clownsgeschichten  
                                                                                          Generationenübergreifend ab 8 Jahren
Stefanie Ferdinand, Heidelberg

W3
„Spiel“ mit dem Feuer (Feuerakrobatik)                           Generationenübergreifend ab 10 Jahren
Oliver Riedel und sein Team der ZirkusAkademie & Circus Of Fire

W4
Grenzenlos im Schwarzlicht                                               Generationenübergreifend ab 12 Jahren
Esther Bachmann, Hamburg
Maya Hasenbeck , Hanstedt

W5
Prollo Tütü!?  Ein Experiment – all included   
                 Theater für Jugendliche von 13 - 17
Sarah Kleiner, Ravensburg
Hannes Michel, Stuttgart

Kursbeschreibungen und Referenten  W1 BIS W5

W1 Vorhang auf und ab in die die Manege!

Zirkuskurs für Kids ab 8 Jahre
Wer einmal Zirkusluft geschnuppert hat, kann nicht mehr ohne leben. Ob Jongleur oder Akrobat - das gemeinsame Ausprobieren, Lust auf Neues und Spaß haben stehen dabei im Vordergrund. Auf Kugeln balancieren, Bälle, Tücher und Keulen jonglieren, Diabolo, Devel-Stick oder Poi durch die Luft schleudern… selbst in die Luft gehen, am Trapez, Artistikring oder Vertikaltuch neue circensische Dimensionen entdecken. Wer all seinen Mut zusammen nimmt, kann die Fakirkünste kennenlernen und es wagen, über Glasscherben zu laufen oder aufs Nagelbrett zu liegen. Taucht mit uns ein in eine faszinierende fremde Welt! Ob Neueinsteiger oder Zirkus-Profi… es sind alle willkommen.
Andrea Sprenger, die Leiterin der ZirkusAkademie, und ihr Team werden den Kurs leiten. Siehe auch Infos zur Zirkusakademie
Dieser Kurs findet nur Samstag, 8,  und Sonntag, 9. April 2017 statt.

W2 Huch? Wo? Weg damit! Grenzen lose – Clownsgeschichten

Generationenübergreifend ab 8
 JahrenDer Clown kennt keine Grenzen! Er pustet sie weg, wischt drüber, verwandelt sie in eine Blume... oder zieht eine andere, wunderbare Überraschung aus dem Schuh! Der Clown jongliert intensiv mit Wünschen, Träumen und Wirklichkeiten - Die Übergänge sind fließend! Und wenn´s mal stockt und er gerät ins Schleudern, nimmt er neuen Anlauf... und 1, 2, 3, haste nicht gesehen, landet er mitten in einer unglaublichen Geschichte... natürlich immer mit der roten Clownsnase! Und das tun wir auch! Wir werden zusammen auf Entdeckungsreise gehen und ihr werdet sicherlich den Clown in euch finden: Vielleicht entdeckt ihr ein bisschen vom dummen August oder auch ein wenig vom strengen Weißclown...Träumer, Besserwisser oder Draufgänger, ihr werdet es herausfinden! Über musikalische Impulse starten wir zu Improvisationen, gestalten spielerisch Bewegungsabläufe und kleine Szenen. Mitbringen: Ein Hut, bequeme Kleidung (Socken oder Schläppchen) und ganz viel Spielfreude!
Stefanie Ferdinand, PüRüDo Clownettentheater und Klinikclownette. Sie ist zuständig für die Abteilung Commedia dell‘arte der Theater-und Spielberatung Baden-Württemberg und ist oft in Sachen Theater mit und ohne Clownsnasen unterwegs.
Dieser Kurs findet nur Samstag, 8,  und Sonntag, 9. April 2017 statt.

W3 „Spiel“ mit dem Feuer (Feuerakrobatik)

Generationenübergreifend ab 10 Jahren
Die Feuerkunst besitzt eine magische Anziehungskraft. Es wirkt gefährlich. Grenzen des Möglichen und des Fassbaren werden verwischt. Feuerkunst fasziniert, weil sie unmittelbar mit dem Menschen in Kontakt steht, vom Menschen kontrolliert wird, den Menschen aber nicht angreift. In dem Workshop wollen wir auf den Spuren der Gaukler wandeln und auf diesem Wege das Element Feuer kennenlernen. Es gibt Möglichkeiten, Feuer zu kontrollieren und mit ihm zu spielen. Das Ziel des Workshops soll es sein, eine kleine Show zu kreieren, um diese aufzuführen. Elemente des Workshops sind Feuerspucken, Feuerschlucken, Feuerpois und vieles mehr... Da der Kurs vor allem im Freien stattfindet, ist auf entsprechende Kleidung zu achten!
Oliver Riedel mit der ZirkusAkademie & Circus Of Fire.

W4 Grenzenlos im Schwarzlicht

Generationenübergreifend ab 12 Jahren
Einfach wie ein Schmetterling über Grenzen fliegen, über tiefe Wasser gehen, ohne zu ertrinken, in offene Arme laufen, Sicherheit finden. Diese Fantasien können im Schwarzlichttheater Wirklichkeit werden. Vor schwarzem Hintergrund werden nur weiße oder fluoreszierende Farben sichtbar und die auch nur, weil sie mit UV-Licht angestrahlt werden. Die Schauspieler tragen schwarze bzw. weiße Kleidung und sind deshalb gar nicht oder nur zum Teil sichtbar. Und mit der richtigen Technik kann ein Mensch dann auch fliegen, tanzen - als ob es keine Schwerkraft gibt gäbe. Grenzenlose Fantasie, Freude an der Kreativität, am Ideenspinnen und Umsetzen – das steht im Mittelpunkt dieses Schwarzlichtkurses. Auftauchen, verschwinden, schweben, fallen, abgehackt, fließend... Sprache ist nicht unbedingt nötig: Die Bilder, die im Dunkeln entstehen, sind wie Träume, die gelebt werden wollen. Der Kurs richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene, die ein einigermaßen gutes Rhythmusgefühl haben. Vorerfahrungen mit Schwarzlichttheater sind nicht nötig. Es besteht die Möglichkeit nur zu tanzen bzw. nur im Schwarzlicht zu spielen, am Samstagnachmittag werden Tanz und Geschichte zu einer Präsentation zusammengeführt. Bitte schwarze und weiße langärmelige Sweatshirts, T-Shirts oder Jacken, langbeinige Jogginghosen oder Leggins und Socken mitbringen, Kapuzen und Handschuhe sind da. Esther entwickelt mit euch einen Tanz im Schwarzlicht, der sich aus Jazz-Dance und Newstyle-Elementen zusammensetzt, Maya bringt die Grundtechniken des Schwarzlichttheaters bei und wird mit euch übers Wasser zu neuen Ufern gehen.
Esther Bachmann ist Theatertänzerin, Bewegungstherapeutin und Tanzpädagogin mit Fortbildungen bei LISPA, London; Martha Graham School, New York; ODC, San Francisco; Tamalpa: Live-Art, Le Cornu. Maya Hasenbeck ist Zauberin, Autorin und Theaterpädagogin mit dem Schwerpunkt Schwarzlichttheater. Für mehrere ihrer Zauber-Solo-Programme ist sie mit dem Preis für Originalität ausgezeichnet worden. Mehrere Fachbücher wurden von ihr veröffentlicht.
Kurssprache: Deutsch / Englisch

W5 Prollo Tütü!?  Ein Experiment – all included  

Theater für Jugendliche von 13 - 17
Biertrinkende Mädchen, perfekt frisierte Fußballer, Unisex Klamotten... Was ist in unserer Gesellschaft „normal“ und wo gibt es eine ganz klare Geschlechtertrennung oder sogar Aufschreie bei Nicht-Einhaltung!? Die Schubladen, aus denen wir uns die Kostüme für unsere Geschlechter-Rollen nehmen, sind prall gefüllt, doch was liegt dazwischen? Was ist mit den Grauzonen? Wir erforschen diese Fragen szenisch - sowohl getrennt, als auch zusammen: männliche und weibliche Rollenbilder auf dem Prüfstand! Ein Experiment mit ungewissem Ausgang.
Sarah Kleiner brachte die Leidenschaft für Sprache erst zur Germanistik und dann zur Theaterpädagogik. Sie arbeitet u.a. für das Theater Ravensburg, mit der WLB Esslingen, der freien Company Follow The Rabbit und in eigenen Projekten. Mitgründerin des Vereins für Wortkunst sprachmächtig e.V. mit Sitz in Ravensburg.
Hannes Michel, Diplomstudium der Szenischen Künste an der Universität Hildesheim. Festengagements im Theater und Orchester Heidelberg, sowie ans Junge am Jungen Ensemble Stuttgart (JES). Seit Sommer 2016 arbeitet er als selbständiger Theaterpädagoge unter anderem an der Landesakademie Rotenfels oder der Evangelischen Akademie Bad Boll. Zudem hat er einen Lehrauftrag für Theaterpädagogik an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart.

Kosten, Uhrzeiten und andere Infos bitte hier
Mehr Infos zu den Referenten auf den Seiten Referenten A - Z

Wochenendkurse in der Übersicht

W6
Teufel-Clown & Engel-Clown - Ist der Clown denn gut oder böse?
Andreas Weisser, Ravensburg

W7
Pantomime und Figuration
Günter Fortmeier, Oberried

W8
Alte Meister ohne Kleister
Ein kleiner Performance–Baukasten
Volker Schubert, Tübingen

W9
Schranken hoch, Stimmen frei!
Intensiv-Workshop Körper - Atem - Stimme / Gestaltung
Helga Kröplin, Tübingen

W10
Regiehandwerk auf und neben der Bühne
Regie für Fortgeschrittene und Anfänger (Schwerpunkt: Kinder- und Jugendarbeit)
Rob Doornbos, Karlsruhe

W11
Sex and Drugs and Rock´n Roll - Erotik auf der Bühne
Daniela Burkhardt, Tübingen

W12
Geschichten frei erzählen lernen
Maria Winter, Ulm

W13
Jetzt reicht es! Oder?
Szenisches Schreiben und Stückentwicklung

Lorenz Hippe, Berlin

W14
GRENZENLOS – FREI IM KOPF! – Ein Improvisationstheater-Workshop
Wibke Juliana Richter, Neu-Ulm

W15
Unterschiede und Gemeinsamkeiten feiern - Chorisches Theater
Katja Fillmann, Berlin

W 16
Theaterlabor zum szenischen Spiel
Citlali Huevo-Sánchez, Berlin

W 17
Low cost theatre and it's process
Ashesh Malla, Nepal

W 18
Power Play
Exploring spatial and psychological relationships in theatre.

Micheal Woodwood, London, England

W 19
Teatro Tango® - ein Tanz zwischen inneren und äußeren Grenzen
Jorge Aquista, Berlin, Barcelona

W 20
Der choreographische Methodenkoffer (auch für "Nicht-Tänzer")
Jana Schmück, Bautzen

W21
Theater ist Dialog
Theater mit Geflüchteten und Migranten

Olek Witt, Dresden

Kursbeschreibungen und Referenten  W6 - W21

W6  Teufel-Clown & Engel-Clown - Ist der Clown denn gut oder böse?

Den Clown treiben seine Wünsche und damit seine Sehnsucht nach dem Lösen von Herausforderungen an. Dabei nutzt er mitunter auch gröbere Qualitäten, um das Ziel zu erreichen. Ärger und Wut, teuflische Pläne oder engelhafte Ideen – seine Verzweiflung und seine Freude am puren Spiel enden meist im komischen Desaster als Kontrast zwischen gutem und bösem Spiel. Ein gewisses schelmisches Verhalten und etwas „Ausgepufftheit" und vor allem Mut gehören schon dazu, um dem Clown freien Lauf geben zu lassen. Insbesondere dann, wenn es anfängt, Spaß zu machen, den Partner in etwas hineinzureiten. Klassische Clownsrollen wie Laurel und Hardy, Marx Brothers, Mr. Bean oder der dumme August mit dem Weiß-Clown im Zirkus bedienen sich dieser Dynamik von Gut und Böse. Wir arbeiten in diesem Workshop an Themen, die uns im Alltag zur Verzweiflung treiben. Jegliche Gewalt wird jedoch mittels Übertreibungen sowie durch Parodie und Karikatur ad absurdum geführt. Dieser Workshop ist offen für Anfänger und Fortgeschrittene.
Andreas Weissers Wege führten 1987 während der Ausbildung zum Ergotherapeuten in die Clownerie. Zunächst zu Klaus Ruckgarber, danach folgten Udo Berenbrinker (Albatros, Konstanz), Emanuell Polly (Theatro Dimitri, Tessin), Avner Eisenberg (USA), Laura Fernandez (Frankfurt, Philippe Gaulier (Paris), John Towsen (USA), Michael Christiansen (USA), Ton Kurstjens (NL) und Petra Massey & Toby Park (Spy Monkeys, GB). Heute arbeitet er als Clown auf der Bühne und als August Gagari im Kinderkrankenhaus und im Altenheim. Außerdem bietet er mit dem eigens gegründeten Kindertheater Lakritze eigene Produktionen an.
„Es ist nicht der Mensch mit seiner Sprache, nach dem ich forsche, ich suche nach den Worten des Clowns.“

W7 Pantomime und Figuration

Der Körper ist das Instrument, die Zutaten sind Fantasie und Spielfreude. Auf der Basis von Körpertraining, Gruppenarbeit, und Vorstellungsübungen, wird der Teilnehmer spielerisch an die einfachen und fantasievollen Möglichkeiten der Pantomime und Figuration herangeführt. Kleine Etüden oder Geschichten entstehen. Gegenstände des Alltags werden mit dem Körper oder Teilen von ihm dargestellt(figuriert) und in kleine Geschichten gewebt:  Ein Teilnehmer ist eine Stehlampe, der andere ein Sessel, seine Arme dienen dem Sitzenden, der auf den Oberschenkeln des „Sessels“ sitzt, als Zeitung. Jetzt geht er durch eine Türe, die von einer Person dargestellt wird, in die Dusche, wo ein Teilnehmer zum Vorhang wird, ein anderer zur Seife und viele Hände zum Schaum oder zum Wasser. Oder vier Spieler stellen einen tickenden Wecker dar, wo Hände, Köpfe, Füße sich wie ein Uhrwerk bewegen und die Stimmen das Ticken der Uhr hörbar machen. Spaß beim Tun und Zuschauen ist garantiert. Es sind keine Voraussetzungen erforderlich.
Günter Fortmeier, Pantomime-  und Schauspielstudium in Essen, Engagements in allen deutschsprachigen Varietés als Solokünstler und im Ensemble. Gewinner des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2016.

W8  Alte Meister ohne Kleister
Ein kleiner Performance–Baukasten

Performative Elemente werden im zeitgenössischen (Regie-)Theater gern und vielfältig verwendet. Der Grund liegt auf der Hand: Videoeinspielungen, erzählerische Ausstiege, bildnerische Mittel und Bewegungschoreographien sind nützliche Werkzeuge, um einen Handlungsstrang zu dekonstruieren und durch persönliche Sichtweisen neu zu interpretieren. Eine klassische Stückvorlage beleuchten wir in diesem Kurs im Licht der Gegenwart, erforschen ihn praktisch mit einem übersichtlichen Baukasten performativer Mittel und machen ihn so sinnlich zugänglich und verständlich.   
Volker Schubert ist freier Theaterpädagoge (BuT®), studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und war dabei Zeitzeuge der Entstehung der Performance-Gruppen Rimini Protokoll, She She Pop, Gob Squad und Showcase Beat Le Mot. Von 1998 – 2014 arbeitete er als Theaterpädagoge und Dramaturg an versch. Theatern. Heute ist er u.a. Dozent bei der LAG-Theaterpädagogik Baden-Württemberg e.V. und der Theaterakademie Stuttgart.

W9  Schranken hoch, Stimmen frei!
Intensiv-Workshop Körper - Atem - Stimme / Gestaltung

Unser Körper wird durchlässig, die Atmung kann frei fließen - damit haben wir erstmal die beste Voraussetzung für eine resonante, wohlklingende und tragende Stimme. Aber unsere Stimme ist viel mehr. Unsere Stimme ist wie Reisen: Wir entdecken, wir öffnen uns, wir kennen den nächsten Schritt erst mit dem Tun. Wir entscheiden uns für den einen oder anderen Weg, wir finden. Unsere Stimme ist ein Abenteuer. Eine teilnehmerbezogene Vermittlung von Techniken aus verschiedenen Stimm-Schulen ermöglicht Handwerkszeug für die Gestaltung von Texten und Liedern. In diesem Workshop schenken wir unserem Instrument Stimme unsere ganze Aufmerksamkeit. Der Zusammenhang zwischen Körperarbeit und Stimme wird verdeutlicht. Die Teilnehmer erforschen ihr Potential in Einzel- und Partnerarbeit, in der Gruppenarbeit fließt das Erforschte mit viel Spaß und Spiel zusammen. Für intensives Arbeiten können die Teilnehmer einen Text (ca. 10 Zeilen) oder/und ein Lied auswendig parat haben, mit dem sie arbeiten wollen (bitte eine Kopie für die Kursleiterin!). Ansonsten sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Bitte bewegungsfreundliche Kleidung, eine Matte und ein Sitzkissen mitbringen!
Helga Kröplin, Regisseurin, Schauspielerin, Musikerin, Theaterpädagogin (BuT), Persönlichkeitstrainerin. Bis 2002 fest am Landestheater Tübingen, seither freiberuflich. Seit 1996 leitet sie das Generationentheater ZEITSPRUNG am LTT, das 2008 mit „Kontakt-Schleifen“ auf die Deutschen Amateurtheatertage Schwedt/Oder eingeladen war und bereits 2x den Amateurtheaterpreis bei den Theatertagen gewann. 2017 feiert Zeitsprung sein 20jähriges Bestehen. Helga Kröplin entwickelt seit 25 Jahren ihre eigene Stimmarbeit, die u.a. beeinflusst ist von RoyHart, Grotowski und der Fitzmaurice VoiceWork, kontinuierlich weiter. www.generationentheater-zeitsprung.de
Kurssprache: Deutsch / Englisch

W10 Regiehandwerk auf und neben der Bühne
Regie für Fortgeschrittene und Anfänger
(Schwerpunkt: Kinder- und Jugendarbeit)

Irgendwann stößt man als Spielleiter/Regisseur an seine Grenzen, da braucht man einfach mal einen Input. Egal ob es um Eigenentwicklungen oder die Arbeit mit Textvorlagen geht, in jeder Produktion müssen irgendwann Entscheidungen getroffen werden. Welches handwerkliche Wissen sollte diesen Entscheidungen zugrunde liegen? Wo hört das Handwerk auf und fängt dein Gefühl oder deine Intuition als Entscheidungsträger an? Und wie wirken diese Entscheidungen auf das Publikum? In einem Theaterlaboratorium untersuchen wir verschiedene Methoden und Mittel, die das Theater zu bieten hat. Ein „Hand in Hand“ von verkopften Theorien und Praxiserfahrung machen diesen Kurs zu einer spannenden Werkstatt für angehende und fortgeschrittene Spielleiter und Regisseure. Ziel des Workshops ist eine vertiefende Vermittlung der Regiearbeit auf und neben der Bühne. Neben grundlegendem Handwerkzeugs beschäftigen wir uns mit verschiedenen inszenatorischen Stilmitteln und theatralen Prozessen, wie z.B. Bühnenpositionen, Handlungstempo, Zeichenstärke, Rollenarbeit u.a.
Mitbringen: Schreibutensilien, falls vorhanden eigenes Stück/Thema/Texte zum Erarbeiten
Rob Doornbos ist ein niederländischer Theaterpädagoge & Regisseur. Er studierte an der Kunsthochschule ArtEZ in Zwolle. Seit der Spielzeit 2006/2007 führt er zahlreiche Projekte an Stadttheatern, Amateurtheatern und Bildungseinrichtungen in Baden-Würtemberg durch. Er war u.a. am GRIPS Theater Berlin, Werkraum Karlsruhe e.V. und dem Staatstheater Stuttgart. Mit dem Theaterstück »Egohelden« wurde er 2010 mit dem Jugendtheaterpreis der Stadt Karlsruhe ausgezeichnet. www.robdoornbos.eu
Kurssprache: Deutsch, Niederländisch, Englisch

W11  Sex and Drugs and Rock´n Roll - Erotik auf der Bühne

Liebe, Sex und Zärtlichkeit… Fast immer und überall geht es zumindest auch um die erotische Liebe in all ihren Facetten. In diesem Kurs wenden wir uns intensiv dem Thema Erotik zu. Wir werden Techniken und Tricks kennen lernen, um „knackige“ Liebesszenen zu spielen, Körperkontakt-Improvisation nutzen, um in einen sensiblen und einfühlsamen Kontakt mit uns selbst und unserem Partner zu gelangen, und Spiel- Szenen entwickeln, in denen die Luft knistert, ohne überhaupt in Berührung mit dem Partner zu kommen.
Das Thema „ Grenzen wahren“ wird ein wichtiges Thema sein. Wir werden lernen, eigene Grenzen zu spüren, sie klar im Körper auszudrücken und auch verbal zu äußern, sowie die des Partners wahrzunehmen und zu achten.
Daniela Burkhardt  ist Schauspielerin, Theaterpädagogin, Regisseurin und Dozentin in ihren Fächern. Den entscheidenden Impuls zur Theaterarbeit gab ihr das 1995 absolvierte Tschechow-Studienjahr in Berlin. 1997 absolvierte sie dann ihre reguläre Schauspielausbildung an der Theaterwerkstatt Mainz. Seit 2000 ist sie freischaffend tätig.

W12  Geschichten frei erzählen lernen

Grenzen. Jede Geschichte ist grenzenlos, aber keine Geschichte ist ohne Grenzen. Eine Person. Ein Konflikt. Eine Entscheidung. Die richtige? Die meisten Geschichten erzählen von ganz normalen Menschen, die an ihre Grenzen kommen, weil das Schicksal ihnen etwas in den Weg legt. Ob Märchen, Sagen, Fabeln oder Mythen: Geschichten kommen aus allen Kulturen. Gerade deswegen erzählen sie uns davon, was jenseits der Grenzen passiert. Sie lehren uns, die anderen und uns selbst besser zu verstehen. In diesem Kurs nähern wir uns auf spielerische Weise der Kunst des Erzählens. Wir arbeiten mit Geschichten aus verschiedenen Teilen der Welt und lernen, sie frei zu erzählen. Welche Perspektive der Geschichte wählt man? Was erzählt mein Körper, was meine Stimme? Wie erschaffe ich das Kopfkino bei meinem Publikum? Lass dich in die grenzenlose Welt der Geschichten entführen!
Maria Winter ist Erzählerin und Theaterpädagogin. Studiert hat sie in den Niederlanden, jetzt arbeitet sie als Theaterpädagogin am Schauspiel Stuttgart. Darüber hinaus entwickelt sie freiberuflich verschiedene Theater- und Erzählprojekte. Die Kraft der Fantasie inspiriert sie. Die Fantasie mit der Realität zu verbinden sieht sie als ihre Aufgabe.
Kurssprache: Deutsch / Englisch/ Niederländisch

W13  Jetzt reicht es! Oder?
  Szenisches Schreiben und Stückentwicklung

Wo sind meine Grenzen? Wann wird es wichtig, eigene Grenzen zu überschreiten?
Dieser Workshop gibt eine praktische Einführung in verschiedene theaterpädagogische Methoden, die sich für die Anleitung von Teilnehmenden zum szenischen Schreiben zu einem Thema besonders eignen und beschäftigt sich mit den dramaturgischen Aufgaben des Spielleiters bei der Stückentwicklung. Wir schreiben, bearbeiten und inszenieren eigene szenische Texte und entwerfen Dramaturgien, wie man diese Texte zu einem Stück verbinden kann. Angelehnt an das Buch „Und was kommt jetzt? Szenisches Schreiben in der theaterpädagogischen Praxis“, Deutscher Theaterverlag. Bitte bequeme Kleidung, Lust am Schreiben und – falls vorhanden – eigenen Laptop mitbringen.
Lorenz Hippe studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, arbeitete an verschiedenen Theatern als Theaterpädagoge, Dramaturg und Regisseur. Seit 2006 schrieb er mehrere Stücke für das professionelle Jugendtheater, die an zahlreichen Theatern gespielt wurden und werden. Als Dozent für Theaterpädagogik und Szenisches Schreiben ist Lorenz Hippe regelmäßig an verschiedenen Ausbildungseinrichtungen und Hochschulen tätig. Seit 2013 ist er 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V. (BuT).

W14  GRENZENLOS – FREI IM KOPF! – Ein Improvisationstheater-Workshop

Auswendig gelernte Texte und Regieanweisungen bieten uns auf der Bühne einen sicheren Rahmen. Sie setzen der eigenen Kreativität jedoch auch enge Grenzen. In diesem Workshop wagen wir uns spielerisch über diese Limitierungen hinaus, lassen das Sicherheitsnetz der Theaterproben hinter uns und tauchen ein in die faszinierende Welt des spontanen Theaters. Beim gemeinsamen Improvisieren sind unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit spielerischen Übungen und Theatertechniken wecken wir deine Kreativität und schulen Wahrnehmung, Sensibilität und Reaktionsfähigkeit. Mit Empathie und Mut zum Risiko lassen wir uns auf unsere Spielpartner und den Moment ein. Im wechselseitigen Akzeptieren unserer Ideen trainieren wir das Miteinander, sagen JA zu Veränderungen und betreten neue Pfade auf der Workshop-Bühne. Mitbringen solltest du in allererster Linie die Lust am Spiel, Neugierde auf alles, was jenseits der bekannten Theaterstücke liegt, und eine Portion Mut, um über den eigenen Schatten zu springen. Nach diesem Kurs bist du frei im Kopf und spielst Theater jenseits von geschriebenen Bühnenstücken.
Wibke Juliana Richter ist Schauspielerin und Sängerin sowie Bewegungs- und Sporttherapeutin/Tanz. Ihre Bühnenkarriere begann sie 2000 als (Comedy-) Musical-Darstellerin und Choreographin. Seit 2003 ist sie auch als Improvisationsschauspielerin zu sehen. Mit den „Showbuddies“ gründete sie Ulms erstes Impro-Ensemble. Als Impro- und Firmen-Coach ist sie deutschlandweit unterwegs. wibke@showbuddies.de

W15  Unterschiede und Gemeinsamkeiten feiern - Chorisches Theater

“It is not our differences that divide us. It is our inability to recognize, accept, and celebrate those differences.”(Audre Lorde)
 Der Chor- das erste Bild, was sich meist bei dem Wort Chor im Kopf einstellt, ist ein Pulk Menschen, die dichtgedrängt beieinander stehen und gemeinsam singen oder sprechen. Man fühlt sich an das Prozedere von Vereinsfeiern und Jubiläen erinnert, aber nicht an interessantes Theater. Weit gefehlt!! Der Chor - das ist eine vielstimmige, gemeinsam getragene und kollektiv agierende Kraft. Das Chorische Theater hat weit mehr zu bieten als einen Pulk sprechender Menschen! Im Bruch mit dem Theater der Protagonisten werden hier Spielformen entwickelt, die gerade für große Gruppen geeignet sind. Jede Spielerin agiert gleichberechtigt im Spiel mit den anderen. Der Focus hierbei liegt nicht auf herausragenden Einzelleistungen – die überzeugende Gruppenleistung steht im Vordergrund. Chorische Theaterarbeit setzt auf gegenseitige Wahrnehmung der Spielpartner, auf die Bereitschaft, sich zurückzunehmen und sich einzubringen. Dabei geht es nicht um Gleichmacherei. Viel eher geht es um das Ausloten von einem produktiven Umgang mit Unterschieden. Unter den Aspekten Ensemblebildung, Bewegungschor, Chor im Raum, Bewegung und Sprache sowie den Formen chorischen Sprechens werden Grundlagen des chorischen Theaters erarbeitet. Angelehnt an das diesjährige Arbeitsthema der Theatertage, soll der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Bewegungschor als Thema des chorischen Theaters liegen. Bewegung als universelle Sprache, die Grenzen überschreiten kann. Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Katja Fillmann ist freie Regisseurin und Dozentin für Theaterpraxis. Sie realisierte u.a. recherchebasierte Theater/Performanceprojekte mit Schauspielern bzw. Jugendlichen u.a. für das Junge DT Berlin, Parkaue Berlin, DT-Göttingen, Schauspiel Essen und das Theater Baden-Baden und hat sich etliche Jahre im Bereich Tanz/Choreographie immer wieder fortgebildet.
Es wird um praktische Kleidung und Schuhwerk gebeten, da wir uns viel bewegen.
Kurssprache: Deutsch / Englisch

W16  Theaterlabor zum szenischen Spiel

Das Labor wird in drei Phasen aufgeteilt:
1. Körpertraining
In dieser Phase werden wir die Prinzipien des Körpers und ihre Bühnenpräsenz überprüfen (Zentrum, Vertikale, Spannung-Entspannung, Impuls-Gegenimpuls). Außerdem werden wir gruppendynamischen Prozesse, Aktion-Reaktion, Rhythmus, Einklang erforschen.
2. Eine gemeinsame Bühnensprache entwickeln
Ein gemeinsames Vokabular, eine gemeinsame Grammatik. Elemente wie Bewegungsqualitäten, Geschwindigkeit, Bewegungsabläufe, die gemeinsame körperliche Umsetzung von verschiedenen Ideen und Themen.
3. Theaterlabor (Creation)
Mit den erarbeiteten Methoden und den jeweiligen Bühnenerfahrungen der SchauspielerInnen werden wir konkrete Situationen, Szenen und Bewegungen erarbeiten. „Wie bringen wir unsere Ideen auf die Bühne!“
Citlali Huevo-Sánchez ist Schauspielerin, Regisseurin und Lehrerin für Sprechtheater und Physisches Theater. Die Mexikanerin, die seit  einigen Jahren in Berlin lebt, richtet ihre Arbeit auf den Prozess des Gestaltens und Erlebens selbst und verbindet einen spiel- und bewegungstechnischen Fokus mit der gezielten Erschaffung eines spielerischen Freiraums für das Unvorhergesehene.
Kurssprache: Deutsch / Englisch /Spanisch

W17  Low cost theatre and it's process

In his workshop Ashesh Malla aims to show how low cost theater (frugal theater) can be put into practice. The method he uses is a participatory approach. He will teach the making of street play, based on low cost methods. Furthermore he will focus on special acting methods. He uses breathing as a source of creating emotion and therefore inspiring the actor. Breathing techniques from Pranayam, the yogic breathing method, will play an important role in this workshop as well as working on catharsis and other exercise techniques. The workshop also aims to develop a short street play that might be performed at the end of the festival.
Ashesh Malla is a famous theatre personality of Nepal. He is the founder of street theatre in Nepal and also well known for his introduction of the concept of low cost theatre in Nepal. He founded his theatre group „Sarwanam theatre“ in 1982.  This theatre group, where he still serves as the Director and Artistic Director is the oldest and one of the most popular theatre groups in Nepal.  In 2010, he founded the Sarwanam Dramatic Art Centre. The building that houses a theatre hall, cafeteria, art gallery, workshop hall and library is a first of a kind in Nepal. In the same centre, he also runs an exclusive 3 months production oriented theatre training.  Ashesh Mallehas shown his plays and conducted theatre workshops in many countries like USA, Canada, Bangladesh, Germany, Pakistan, India, China etc. In 2016 he staged his production „Shakti“ at the Theatertage am See Festival in Friedrichshafen.
Kurssprache: Englisch

W18  Power Play
Exploring spatial and psychological relationships in theatre.

The session uses a number of bamboo canes of different lengths to explore emotional, political, cultural and spatial relationships; be it a family, a marriage, a group of friends, a team, or a community.  The session will investigate the limits and freedoms we place on ourselves as individuals, groups or even countries. The technique looks at the power relationships between these groups and helps actors understand the needs, desires, responsibilities and cultural values that affect characters lives.  The bamboo canes help us to make real the unwritten contracts we have with other human beings that both unite and divide us. It is generally used as a rehearsal technique by directors and actors as a way of examining dialogue, character emotions and relationships and can be applied to any dramatic text to help explore stage movement, gesture, action and character motivation in a scene. It is a physical process for groups and is accessible to everyone regardless of age or physical ability.
Micheal Woodwood lebt in London und arbeitet seit vielen Jahren als Regisseur, Theaterlehrer und Schauspieler. Er leitete 10 Jahre lang das Jugendtheater des Redbridge Theaters in London. Über viele Jahre unterrichtete er Schauspielstudenten oder leitete Workshops in Litauen, Tschechien, Irland, Holland, Finnland, den USA und England. Dort sorgte auch für eine große Verbreitung des Forum Theaters in Gemeinden, Schulen und weiteren öffentlichen Bereichen. Seit 1995 bis dato leitet er die „Vital Stages Theatre Company“, die professionelle Gruppe des Redbridge Theaters. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Schauspieltraining, Improvisationstheater, Chorisches Theater, Kabuki, Textarbeit, Szenenentwicklung sowie die Arbeit mit Monologen und Dialogen. Letztes Jahr war er mit seiner Produktion „Journeys“ bei uns an den Theatertagen am See zu Gast.
Kurssprache: Englisch

W19  Teatro Tango® - ein Tanz zwischen inneren und äußeren Grenzen

Das Fremde ist immer jenseits von Grenze. Es ist weder noch. Es ist grenzenlos…  Antonio Gaudí, ein katalanischer Architekt des Modernismus, hat nicht nur Bewunderer. Wer es wagt, die vertrauten Ordnungsgrenzen auf eine so geniale Art und Weise zu überschreiten, gefährdet für die einen und bereichert zugleich für andere die eigene Weltanschauung. Aus meiner Wohnung in Barcelona kann ich die Sagrada Familia von Gaudí betrachten, und bei Tangomusik von Astor Piazzolla bereite ich diesen Körpertheater-Workshop zum Thema „Grenzen los“ für die Theatertage in Germany vor. In Buenos Aires aufgewachsen, in Deutschland arbeitend, in Barcelona lebend: grenzenlos? Nein - es geht um durchlässige Grenzen. Die erste Tango-Schallplatte von Astor Piazzolla wurde 1949 aus Protest gekauft und in den Straßen von Buenos Aires zertrümmert, weil die bis dahin herrschenden musikalischen Grenzen gestört waren. Der Tango Nuevo war aus einer Grenzüberschreitung geboren. Seit 2009 ist der Tango Weltkulturerbe. Kunst lebt von der Neudefinition von Grenzen und kommt ohne sie nicht aus. Teatro Tango® ist eine Einladung, die eigenen Grenzen zu öffnen, um neue Regionen deiner Wahrnehmungs- und Bewegungswelt zu erschließen. Dieser Körpertheater-Workshop ist für alle, die Bewegung und Tanzimprovisation mögen. Kein Tanzunterricht. Es geht um Erleben und Anwenden von Intuition. Gute Vorerfahrung schadet nicht, ist aber nicht erforderlich; mit und ohne TanzpartnerIn. Für alle, die kreative Momente grenz-durchlässig gestalten möchten. Teatro Tango® ist Nähe-Distanz-Kontakt-Stop-Fluss in Bewegung und Tanz übersetzt. Sich abzugrenzen und Grenzen zu erweitern, lässt sich in diesem Workshop verspielt erfahren. Auf der Bühne des Lebens wirst du in diesem Sinne täglich zum Tanzen aufgefordert: Grenzen aushandeln, respektieren und erweitern. www.teatrotango.eu
Jorge Aquista arbeitet seit Ende der siebziger Jahre in den Bereichen der Bewegungs- und Darstellungskünste als Regisseur, Schauspieler und Dozent. Er lebt zurzeit in Barcelona und Berlin. Er ist überregional in Deutschland unter anderem mit „Alphabetisierung des Körpers®“, „Teatro Tango®“, Archaischer Tanz und Fortbildung-Seminaren als Dozent wie auch als Coach für Gruppen- oder Einzelarbeit bekannt. www.Alphabetisierung-des-Körpers.de
Kurssprache: Deutsch / Spanisch

W20  Choreographischer Methodenkoffer  "No limits"
(auch für "Nicht-Tänzer")

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach: Wie kann ich als "Nicht-Tänzer" auf Grundlage unterschiedlicher Ressourcen (z.B. Bild, Text, Thema, Bewegung, Requisiten, Musik) Bewegungsmaterial entwickeln und darauf aufbauend Choreografien erarbeiten? 
In einem Wechsel aus Theorie und Möglichkeiten zum praktischen Ausprobieren werden choreografische Grundlagen und Methoden zur Entwicklung von Bewegungsabläufen & Choreografien vermittelt. Inspiriert vom Thema "grenzen los" - tanzen wir uns in diesem Workshop durch verschiedene Tanzstile: von zeitgenössischen Tanz über Hip Hop, bis zum Musical und wagen uns gemeinsam auf neues Terrain... Im spielerischen Umgang mit choreografischen Handwerk erforschen wir wie man auch ohne große tanztechnische Kenntnisse choreografisch Arbeiten kann. Ziel ist, das die Teilnehmer sich mit einem gefüllten "Methodenkoffer" ins kreative Ausprobieren stürzen können. Der Kurs richtet sich sowohl an "Nicht-Tänzer" (Tanzunerfahrene), als auch an tanzerfahrene Pädagogen, Übungsleiter und Künstler die Tanz in ihre Arbeit integrieren möchten, denen aber bisher der Mut und das Handwerk zum choreografischen gestalten fehlte. Ziel ist, das die Teilnehmer sich mit einem gefüllten "Methodenkoffer" ins kreative Ausprobieren stürzen können. Bitte entsprechende Kleidung mitbringen, es wird sich bewegt, sowie Schreibmaterial. Alle Teilnehmer erhalten ein Skript! Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Jana Schmück, freie Tänzerin/ Choreografin/Dipl. Tanzpädagogin
ist gemeinsam mit Anne Dietrich die künstlerische Leitung von TanzART Atelier einem Zentrum für Tanz, Bewegung & Kunst in Ostsachsen, sowie der prospect.dancecompany. Seit 2008 arbeitet Jana Schmück als choreografische Assistenz mit Dr. Ronit Land. Außerdem ist sie  als  Gastdozentin für Tanzpädagogik & Choreografie u.a. an der Akademie Remscheid, Universität Bayreuth oder der Theater- & Spielberatung Heidelberg regelmäßig tätig. 2015 war sie Ensemblemitglied bei  Landesbühnen Oberfranken  und als Choreografin/ Regisseurin tätig.
Kurssprache: Deutsch / Englisch

W21  Theater ist Dialog
Theater mit Geflüchteten und Migranten

Der Kurs wendet sich an Menschen, die hier bei uns „gelandet sind“, Engagierten in Helferkreisen,  Personen, die an Schulen sich um geflüchtete Kinder und Jugendliche kümmert und allen, die mit Theatermethoden entsprechende Gruppen anleiten. Die Teilnahme an diesem Kurs ist umsonst. Bitte nennen Sie bei der Anmeldung ganz kurz ihren Hintergrund eine Teilnahme, z.B. Sprachförderkurs im Helferkreis von …. )
Theater ist eine ästhetische Form der Begegnung, in der ein intensiver, empathischer Dialog praktiziert wird. Dieser Dialog hat eine große Kraft Vorurteile und Berührungsängste zu überwinden und kann sehr unterschiedliche Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenführen. Theaterarbeit mit Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihr Land verlassen mussten, unterscheidet sich im Prinzip nicht von anderer Theaterarbeit. Doch besonders fruchtbar wird hier der künstlerische und der soziokulturelle Prozess, wenn wir uns für die nonverbale Kommunikation sensibilisieren, einen kulturellen Perspektivenwechsel wagen und die Interessen und Talente der TeilnehmerInnen fördern. In unserem Theaterkurs werden wir uns vor allem mit nonverbalen, tanztheatralischen und performativen Methoden der kreativen Inklusion beschäftigen. Offen für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen. Bitte bequeme Trainingskleidung mitbringen!
Olek Witt ist in Polen geboren und lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Der Schauspieler, Tänzer, Regisseur, Theaterlehrer und Politologe war früher unter anderem Mitglied in dem deutsch-japanischem Ensembles „Tatoeba“ und der deutsch-polnischen Theatergruppe „Kreatur“. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter des SpinaTheater Solingen www.spinatheater.de
und des Theater der Migranten in Berlin www.migranten-projekt.de; Zahlreiche Auszeichnungen für die Theaterarbeit mit Jugendlichen und Migrantinnen.
Kurssprache: Deutsch / Englisch